35:33 bei HandbALL Lippe II Pascal Noll und die HSG Krefeld behalten die Nerven

Augustdorf · Handball-Drittligist HSG Krefeld Niederrhein setzt sich bei HandbAll Lippe II nach hartem Kampf mit 35:33 durch. Warum der Sieg für Trainer Mark Schmetz besonders wertvoll ist.

 Pascal Noll verwandelte alle fünf Siebenmeter und trug damit entscheidend zum Erfolg bei.

Pascal Noll verwandelte alle fünf Siebenmeter und trug damit entscheidend zum Erfolg bei.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Was für ein Kampf, was für eine Leidenschaft. Die HSG Krefeld Niederrhein musste 60 Minuten alles geben, um mit beiden Punkten aus dem Lipperland nach Krefeld zurückzukehren. Durch den 35:33 (18:16)-Erfolg beim Team HandbALL Lippe II sind die Eagles auf Platz drei geklettert und freuen sich schon jetzt auf das Topspiel am kommenden Samstag (19 Uhr, Glockenspitzhalle) gegen den Zweiten TuS Spenge.

Für Mark Schmetz war die Reise ins Lipperland eine Reise in die Vergangenheit. Von 2008 bis 2010 hatte der Niederländer beim Bundesligisten TBV Lemgo unter Vertrag gestanden und traf in der Augustdorfer Wineo-Arena auf einige ehemalige Weggefährten. Dass der HSG Krefeld Niederrhein ein enges und vor allem auch schweres Auswärtsspiel bevorstehen würde, war Coach Mark Schmetz, dem Sportlichen Leiter Stefan Meler, früher Nippes, und der Mannschaft klar.

Die talentierten Spieler der Gastgeber dominierten die Partie in den ersten Minuten und konnten eine Vier-Tore-Führung (9:5) bejubeln. Vor allem Keeper Leon Goldbecker erwischte einen richtig guten Tag und machte zahlreiche gut herausgespielte Chancen der Eagles zunichte. „Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, haben uns zu Beginn der Partie nicht an die getroffenen Absprachen gehalten“, sagte Mark Schmetz. Doch mit zunehmender Spieldauer kam die HSG besser ins Spiel und Lasse Hasenforther hatte sich besser auf die Würfe der Gastgeber – vor allem von den Außen – eingestellt. So wurde er immer mehr zum Faktor und in der 18. Minute wurde die Aufholjagd belohnt: Merten Krings erzielte den 12:12-Ausgleich. Wenig später traf Christopher Klasmann sogar zur ersten Führung der Krefelder. Nun war die HSG da und erspielte sich bis zur Halbzeit eine 18:16-Führung. „Vielleicht hätten wir den Vorsprung schon vor der Pause größer gestalten müssen“, sagte Stefan Meler.

Auch die zweite Halbzeit blieb hart umkämpft. Doch über weite Strecken hatte die HSG die Nase knapp vorne. Einen 30:31-Rückstand drehte die Mannschaft von Matthias Struck in eine 32:31-Führung, doch Mark Schmetz stellte die Abwehr nun auf eine 5:1-Variante um und konnte so nicht nur Ballgewinne in der Deckung verzeichnen, sondern seine Mannschaft drehte die Partie erneut, ging dank eines 3:0-Laufes durch Treffer von Merten Krings und einem Doppelschlag von Pascal Noll wieder mit 34:32 in Führung. Am Ende hieß es 35:33. „Ich bin froh, dass wir dieses Spiel mit Cleverness für uns entscheiden konnten, denn hier werden nicht viele Mannschaften gewinnen“, sagte Mark Schmetz zufrieden.

„Jetzt folgt für uns der harte Oktober“, sagte der Sportliche Leiter Stefan Meler vor der Rückfahrt nach Krefeld. „Aber wir freuen uns auf diese Aufgaben.“ Am kommenden Samstag empfängt man den TuS Sprenge zum Spitzenspiel in der Glockenspitzhalle. Danach folgt das Auswärtsspiel beim TuS Opladen sowie die Heimspiele gegen Tabellenführer TV Emsdetten und dem Longericher SC Köln. Am 1. November geht es dann zum Derby beim Aufsteiger TV Aldekerk.

HSG Krefeld Niederrhein: Hasenforther, Bartmann, König – Krings (6), Klasmann (6), Schneider (7), Noll (7/5), Braun, Claasen (1), Brüren, Jagieniak (4), Dommermuth (4), Obranovic, Bitzel, Mircic

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