29:26 gegen TuS Opladen Bei der HSG Krefeld Niederrhein stimmt nur das Ergebnis

Krefeld · Der Handball-Drittligist hat Mühe, aus der Talsohle zu kommen. Gegen den TuS Opladen feiern die Gastgeber einen 29:26-Arbeitssieg. Für Trainer Mark Schmetz war es denn auch nur der erste Schritt.

Gegen Opladen klappte längst nicht alles, wie dieser Wurf von Lars Jagieniak, der nicht den Weg ins Tor fand.

Gegen Opladen klappte längst nicht alles, wie dieser Wurf von Lars Jagieniak, der nicht den Weg ins Tor fand.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Zumindest ergebnistechnisch hat die HSG Krefeld Niederrhein gegen den TuS Opladen Wiedergutmachung für die 23:40-Pleite beim TuS Spenge betrieben. Spielerisch blieb die Mannschaft von Mark Schmetz beim 29:26 (12:12)-Erfolg über den Tabellensiebten noch einiges schuldig. Die Eagles holten sich die Sicherheit vor allem über eine gute Deckung und einem gut aufgelegten Lasse Hasenforther, der nach dem Spiel auch zum „Man of the match“ ausgezeichnet wurde.

„Am Ende war vor allem wichtig, dass wir die beiden Punkte eingefahren und die Partie gewonnen haben“, sagte Stefan Meler, Sportlicher Leiter der HSG Krefeld Niederrhein, nach dem Heimsieg gegen Opladen vor 829 Zuschauern in der Glockenspitzhalle.

Yannick Nitzschmann eröffnete den Torreigen für die Gäste aus Opladen, die in der dritten Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Es war ein zähes Spiel auf beiden Seiten, den Gastgebern merkte man die Verunsicherung nach der 17 Tore-Niederlage in Spenge deutlich an. Anstatt schnell nach vorne zu spielen, agierte man vorsichtig und baute bedächtig auf.

Allerdings unterliefen der Mannschaft von Mark Schmetz auch zahlreiche Fehler oder das Team traf falsche Entscheidungen. So gelang es den Gästen die Führung über 4:2 bis 9:6 auszubauen. Die Hausherren kamen nur durch Einzelaktionen zum Torerfolg.

Ab Minute zwanzig wurde es zumindest vom Ergebnis für die HSG freundlicher: Beim Spielstand von 9:11 drehte man die Partie durch einen 3:0-Lauf und Treffer von Pascal Noll vom Siebenmeterpunkt sowie Kevin-Christopher Brüren und Christopher Klasmann. Die HSG lag zum ersten Mal in dieser Partie in Führung, 12:11 hieß es in der 26. Minute. Bis zur Pause konnte Opladen noch zum 12:12-Unentschieden ausgleichen.

Gleich nach dem Wiederbeginn folgten die wohl besten 18 Minuten der HSG Krefeld. Die HSG konnte sich durch einen 4:0-Lauf innerhalb von nur vier Minuten bis auf 16:12 absetzen. Diesen Vorsprung konnte sie bis zur 48. Minute bis auf 25:20 ausbauen. „In dieser Phase hat es die Mannschaft aus meiner Sicht gut gemacht“, sagte Mark Schmetz nach dem Spiel.

Allerdings folgte nun wieder eine Phase, in der sich die Gastgeber unnötige Fehler leisteten und den Gegner zurück ins Spiel brachten. Opladen verkürzte auf 23:25, 24:26 und 26:27. 77 Sekunden vor dem Abpfiff erlöste Christopher Klasmann die Fans, die Verantwortlichen und seine Teamkameraden mit seinem sechsten Treffer zum 28:26. Mit dem Schlusspfiff konnte sich dann auch noch Steffen Hahn mit seinem Treffer zum 29:26-Endstand in die Torschützenliste eintragen. „Dass wir heute gewonnen haben, war das Wichtigste“, sagte Krefelds Coach Mark Schmetz.

Am kommenden Samstag steigt in der 3. Liga West dann das Topspiel zwischen Tabellenführer TV Emsdetten und dem Zweiten HSG Krefeld Niederrhein. Die Partie wird um 19 Uhr in der Emshalle angepfiffen und kann im kostenpflichtigen Livestream unter sportdeutschland.tv verfolgt werden. „Um in Emsdetten zu gewinnen, müssen wir uns natürlich deutlich steigern“, sagte Schmetz. „Aber das geht nicht auf einmal. Den ersten Schritt haben wir heute gemacht.“

HSG Krefeld Niederrhein: Bartmann, Hasenforther – Krings (5), Klasmann (6), Pöter, Noll (7/6), Hahn (1), Schulz, Braun, Brüren (7), Kaysen (1), Jagieniak, Dommermuth (2), Obranovic, Mircic.

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