Handball HSG Krefeld vom Schützenfest zur Charts-Party

Krefeld · Der Handball-Drittligist HSG Krefeld Niederrhein gewinnt sein Heimspiel gegen GWD Minden II mit 43:29. Torhüter Sven Bartmann wurde geschont.

Hier erzielt Lars Jagieniak einen seiner neun Treffer gegen Minden II.

Hier erzielt Lars Jagieniak einen seiner neun Treffer gegen Minden II.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Für den Zusammenhalt und dem Teamgeist einer Mannschaft ist es gerade zu Saisonbeginn wichtig, sich auch außerhalb des Sports zu treffen. Am Samstagabend feierte Handball-Drittligist HSG Krefeld Niederrhein im Heimspiel gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten GWD Minden mit 43:29 (23:13) ein Schützenfest und machte sich anschließend auf dem Weg zur Kulturfabrik zu einer Charts-Party.

Vor 428 Zuschauern sorgten die Eagles in der Glockenspitzhalle gegen die junge Mannschaft aus Westfalen schnell für klare Verhältnisse und führten nach zehn Minuten bereits mit fünf Tore Vorsprung (10:5). Trainer Mark Schmetz hatte bei seiner Start-Sieben erstmals auf Kapitän Merten Krings für Tim Claasen verzichtet. „Wir wissen, wie wichtig Merten für uns ist. Aber er hat diese Wochen zweimal aus beruflichen Gründen nicht trainieren können. Tim hat sehr gut trainiert und daher auch eine Chance verdient. Er gibt uns viel Ruhe und Struktur ins Spiel. Beide ergänzen sich gut“, sagte der Coach.

Als zweite Neuerung kam Christopher Klasmann bei Ballbesitz für Matjia Mircic aufs Feld. Davon profitierte besonders „KC“ Brüren, der fünf der ersten zehn Treffer erzielte. Ab der 24. Minute kam dann auch Krings ins Spiel.

Danach schlug die Stunde für Lars Jagieniak, der die Treffer 11, 12 und 13 erzielte und mit neun Treffern erfolgreichster HSG-Schütze war und am Ende als Mann des Spiels präsentiert wurde. „Wir haben heute an der Leistung von Gladbeck angeknüpft und harmonieren immer besser“, sagte der Kreisläufer hinterher.

Jagieniak eröffnete mit dem Treffer zum 24:13 den Torreigen der zweiten Halbzeit. Erst beim Stande von 32:22 gönnte ihm sein Trainer eine Pause und schickte den jungen Fritz Bitzel an den Kreis. Auch andere Spieler, die in den ersten beiden Begegnungen wenig oder gar keine Einsatzzeiten bekamen, mischten in der zweiten Halbzeit mit. Nur Philipp Dommermuth blieb auf der Bank. „Er hat noch Probleme mit seinem Arm“, sagte Schmetz.

Auch das Comeback von Torwart Nummer 1 Sven Bartmann wurde verschoben. „Wir brauchen ihn Samstag in Lemgo“, sagte Schmetz, der mit der Leistung seines Teams natürlich hoch zufrieden war: „Wir waren 60 Minuten konzentriert, haben das Tempo hochgehalten und vorne relativ einfach die Tore geworfen. Das lag auch an unserer körperlichen Überlegenheit. So konnten wir gegen die offene Deckung des Gegners immer Lösungen finden.“ Zur Charts-Party in der Kufa fuhr der Coach nicht: „Meine Familie ist heute hier. Wir fahren jetzt nach Hause.“

HSG: Hasenforther, König - Krings (3), Klasmann (2), Schneider (8), Noll (3/2),  Braun (5), Claasen (1), Brüren (8/1), Kaysen (2), Jagieniak (9), Obranovic (1), Bitzel (1), Mircic.

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