Handball Bei HSG Trainer Mark Schmetz werden Erinnerungen wach

Saarlouis · Die Handballer verlieren das Spitzenspiel bei der HG Saarlouis sang- und klanglos mit 30:37. Die Leistung ist sehr enttäuschend und erinnert Trainer Mark Schmetz an die vergangene Saison.

Trainer Mark Schmetz hatte allen Grund, unzufrieden zu sein.

Trainer Mark Schmetz hatte allen Grund, unzufrieden zu sein.

Foto: Mark Mocnik

Dass die Partie bei der HG Saarlouis eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison für die Handballer der HSG Krefeld Niederrhein sein würde, war allen klar. Dass die Gäste im Saarland über die gesamten 60 Minuten chancenlos und mit einer klaren 30:37 (14:20)-Niederlage zurückkehren würden, damit hatte kaum einer gerechnet. Und die Art und Weise hinterließ viele Fragen und war vor allem eine große Enttäuschung.

„Ich bin etwas sprachlos“, sagte HSG-Spielmacher Lukas Hüller. „Das Spiel und das Ergebnis sind natürlich eine brutale Enttäuschung. Zum einen für mich persönlich, aber auch für die gesamte Mannschaft.“ Dabei begann der Arbeitstag an seiner ehemaligen Wirkungsstätte für den 27-Jährigen doch positiv. Beim Einlaufen und beim Verlesen der Aufstellung der Gäste wurde Lukas Hüller, der von 2021 bis 2023 zwei Jahre für die HG Saarlouis gespielt hatte, von den 1.065 Zuschauern in der Stadtgartenhalle mit herzlichem Applaus begrüßt.

In der Anfangsphase des Topspiels der 3. Liga unterliefen beiden Mannschaften viele Fehler. Doch die Gastgeber übernahmen schnell das Kommando und gingen mit 3:1 (5. Minute) und 7:2 (12.) in Führung. Mark Schmetz reagierte, nahm eine erste Auszeit. Zwei sicher verwandelte Siebenmeter von Mike Schulz sorgten nicht nur für die Treffer zum 4:7, sondern ließen auch die Hoffnung auf Besserung im Krefelder Lager aufkeimen. Doch diese wurde von Saarlouis binnen von nur vier Minuten im Keim erstickt. Die Saarländer lagen erneut mit fünf Treffern in Führung (11:6). Die Gäste bekamen keinen Zugriff in der Deckung, scheiterten im Angriff oft an sich selbst oder an einem überragenden Keeper Daniel Schlingmann. So gelang es der HG sich bis zur Halbzeitpause eine Sechs-Tore-Führung herauszuspielen.

Auch in Halbzeit zwei konnte die HSG den Bock nicht mehr umstoßen. Egal, was Mark Schmetz personell oder auch taktisch veränderte, es sollte einfach nicht greifen. Am Ende verlor der Zweite beim Tabellendritten mit 30:37. Durch diese Niederlage haben die Krefelder nur noch drei Zähler Vorsprung auf das nachfolgende Trio Saarlouis, Rodgau Nieder-Roden und Hanau.

„Wir schaffen es gar nicht, die Aggressivität in die Abwehr zu bringen, stehen viel zu weit auseinander und schaffen es nicht, den Angriff der HG zu unterbinden“, analysierte Lukas Hüller die klare Niederlage.

Mit Leistungen wie in Saarlouis und auch in den letzten Spielen zuvor können die Verantwortlichen der HSG Krefeld ihre sportlichen Ziele, sprich den Aufstieg in die 2. Bundesliga, nur schwer erreichen. Im Saarland wurden die Schwächen schonungslos aufgedeckt. „Wir schaffen es im Moment nicht, unsere Leistungen aus dem Training aufs Spielfeld zu transportieren. Wir brauchen mehr Konstanz in unseren Leistungen. Es erinnert etwas an die vergangene Saison. Aber letztlich haben wir es auch in die Aufstiegsrunde geschafft“, sagt Mark Schmetz.

Am Samstagabend steigt das letzte Spiel des Jahres 2023 für die HSG. Um 19 Uhr kommt die HSG Friesenheim-Hochdorf II in der Glockenspitzhalle. „Dann erwarte ich von meiner Mannschaft definitiv eine Reaktion auf dieses Auswärtsspiel. Zu Hause wollen wir unsere positive Serie fortsetzen“, sagte Mark Schmetz.

HSG: Hasenforther, Bartmann – Krass, Schneider (2), Noll (1), Sousa (2), Schulz (10/5), Marquardt (2), Hüller (1), Kaysen (6), Jagieniak (1), Persson (5), Bitzel, Mircic.

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