31:33 beim TV Emsdetten HSG Krefeld Niederrhein verliert in den Schlussminuten

Emsdetten · Handball-Drittligist Krefeld führte im Spitzenspiel beim Tabellenführer in Emsdetten mit 31:29, kassiert aber in den letzten gut 200 Sekunden vier Gegentore in Folge, verliert mit 31:33 und rutscht in der Tabelle auf Rang drei ab.

HSG-Trainer Mark Schmetz kann es kaum fassen.

HSG-Trainer Mark Schmetz kann es kaum fassen.

Foto: Mark Mocnik

Das war bitter! Die HSG Krefeld Niederrhein führte über weite Strecken im Spitzenspiel beim Tabellenführer TV Emsdetten, belohnte sich am Ende nicht für einen starken Auftritt und kehrte mit einer 31:33 (19:18)-Niederlage im Gepäck zurück nach Krefeld.

Vor dem Topspiel reagierte die HSG noch einmal auf das Verletzungspech und verpflichtete Robert Krass bis zum Saisonende. Der 19-Jährige spielte zuletzt beim Zweitligisten ThSV Eisenach. Der 2,02 Meter große Rückraumakteur wurde im Sommer 2022 mit der A-Jugend der Rhein-Neckar Löwen Deutscher Meister und gewann mit der U19-Nationalmannschaft die Europameisterschaft. „Für mich ist es wichtig, Spielminuten zu sammeln, um mich weiterzuentwickeln. Hierbei ist es natürlich von Vorteil, dass die Eagles bereits auf einem sehr hohen Drittliganiveau spielen. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam die gesteckten Ziele erreichen werden“, sagte Krass vor dem Spiel.

2.200 Zuschauer, darunter 200 Fans aus Krefeld, in der ausverkauften Ems-Halle sorgten für eine würdige Kulisse für das Topspiel. Die HSG übernahm nach wenigen Minuten das Kommando und lag nach zwei Rückständen (0:1, 1:2) immer in Führung. Philipp Dommermuth und Pascal Noll per Siebenmeter brachten die Krefelder mit 3:2 in Führung. Diese baute man bis auf 6:4, 9:7 und 14:11 aus. Allerdings kamen die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff zum 18:18-Unentschieden. Robert Krass erzielte dann noch die 19:18-Führung für die HSG.

Nach der Pause kamen die Krefelder richtig stark aus der Kabine. Sven Bartmann nagelte das Gehäuse zu und brachte die Emsdettener Angreifer schier zur Verzweiflung. In der 40. Minute gelang Philipp Pöter die 24:20-Führung. Doch die 5:1-Deckung des Tabellenführers schmeckte den Krefeldern nicht so gut, nun musste man sich jeden Treffer hart erkämpfen. Emsdetten drehte die Begegnung und ging in der 47. Minute erst zum 3. Mal in Führung: Paul Kolk erzielte den viel umjubelten 26:25-Führungstreffer des TVE. Doch Krefeld ging erneut in Führung. Sechs Minuten vor dem Spielende führte die HSG mit 30:28. Mit zunehmender Spieldauer entglitt dem hoffnungsvollen Schiedsrichtergespann Lucas Hellbusch und Darnel Jansen die Partie zunehmend und traf Entscheidungen, die weder für Spieler und Verantwortlicher beider Mannschaften noch für die Zuschauer nachvollziehbar waren.

Mark Schmetz handelte sich beim Spielstand von 30:29 für seine HSG erst eine Zeitstrafe und dann die rote Karte ein. Robert Krass brachte die HSG noch einmal mit 31:29 in Führung, doch Emsdetten drehte die Partie erneut und ging beim 32:31 durch Robin Jansen erst zum vierten Mal in Führung, Ex-Nationalspieler Tobias Reichmann erzielte dann den 33:31-Endstand.

„Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment für dieses Spiel machen“, sagte Krefelds Coach Mark Schmetz nach der bitteren Niederlage. „Dass wir uns heute hier nicht belohnen, ist sehr bitter, denn wir haben fast die ganze Spielzeit in Führung gelegen. Kleinigkeiten haben dieses Spiel heute entschieden.“

Die Tabelle der 3. Liga West ist nach der vierten Saisonniederlage der Krefelder enger zusammengerückt: Zweiter ist nun die HSG Bergische Panther vor der HSG, die am Freitag (20 Uhr) beim Vierten Longericher SC antritt.

HSG Krefeld: Bartmann, Hasenforther – Krass (3), Krings (7), Pöter (1), Noll (4/4), Hahn (5), Schulz (3), Braun, Brüren (5), Kaysen, Jagieniak, Dommermuth (1), Obranovic (1), Bitzel, Mircic (1).

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