Handball-Drittligist HSG Krefeld ist Tabellenführer

Handball : HSG Krefeld steht an der Tabellenspitze

Der Handball-Drittigist gewinnt gegen den Longericher SC dank einer starken Leistung mit 25:22.

Die HSG Krefeld hat ihren Fluch gegen den Longericher SC überwunden und siegte in der Glockenspitzhalle vor 1000 Zuschaurn mit einer insgesamt überzeugenden Leistung mit 25:22 (14:11). Bis dato hatten die Eagles in drei gemeinsamen Jahren in der Liga lediglich einen Punkt gegen die Kölner geholt. Mit dem Wochenenderfolg zogen die Schwarz-Gelben außerdem an den spielfreien SGSH Dragons vorbei und grüßen nun von der Tabellenspitze.

Das Spiel sollte eigentlich im Zeichen der Rückkehr des langjährigen HSG-Torhüters Philipp Ruch an den Glockenspitz stehen. Der Schlussmann war vor der Saison in die Domstadt gewechselt und wollte selbstredend gegen sein ehemaliges Team seine Klasse zeigen. Allerdings hatte er die Woche mit einem grippalen Infekt im Bett verbracht. So stand er zwar im Kader, aber nicht auf dem Feld. Für ihn stand mit dem ehemaligen Adler-Schlussmann Nils Schmidt ein anderer Ex-Krefelder im Tor. Er zeigte eine überragende Partie und war praktisch im Alleingang dafür verantwortlich, dass es bis zum Ende zumindest vom Ergebnis her eng blieb.

Eagles-Trainer Ronny Rogawska sah es naturgemäß von der anderen Seite. „Schmidt hat ein starkes Spiel gemacht. Aber wir müssen unsere freien Würfe dennoch besser nutzen. Da hätten wir mehr Ruhe und Konzentration bewahren müssen“, sagte der Däne, der aber zugleich auch das Positive heraushob: „Dafür standen wir in der Defensive erneut sehr gut und haben wenig zugelassen.“ Mit der starken Defensive erklärte er auch, warum Rückkehrer Philipp Liesebach keine Einsatzzeit bekam, obschon Karl Roosna im Abschluss nicht eben den besten Tag erwischte und mehrfach freie Würfe vergab.

„Solche Tage gibt es einfach. Karl hatte heute wenig Glück im Abschluss. Aber er stand in der Abwehr stark und hat hier insgesamt doch ein gutes Spiel gemacht. Philipp wird seine Chance aber in den kommenden Spielen bekommen. Wir sind froh, dass wir hier eine weitere Alternative haben“, sagte der Übungsleiter. Entscheidend für den Sieg der Eagles war vor allem eine Phase von knapp zehn Minuten im zweiten Durchgang, als sie zwischen der 37. und 46. Minute keinen Treffer kassierten und in dieser Zeit von 15:15 auf 20:15 davon zogen. Wirklich eng wurde es aber nur in den Minuten zwischen der Halbzeit und eben jener 37. Minute. Hier gelang den Eagles nicht viel und die Gäste drehten den 14:11-Pausenstand zum Ausgleich.

Bis zum Schluss beherrschten die Hausherren das Geschehen und der Gast hatte es, wie erwähnt, vor allem seinem starken Schlussmann zu verdanken, noch weiter im Spiel zu sein. Nach Schlusspfiff jubelten die Krefelder Fans über die Tabellenführung. „,Es ist schön, an der Spitze zu stehen. Auch wenn es früh in der Saison ist, nehmen wir das gern mit“, sagte Rogawska.

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