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Handball-Drittligist HSG Krefeld ist nicht zu stoppen

Handball Dritte Liga : HSG Krefeld ist nicht zu stoppen

Der Handball-Drittligist feiert einen 36:21-Kantersieg gegen Altjührden. Überragender Akteur ist Kevin Christopher Brüren, der seine großartige Leistung mit 16 Treffern krönt.

Nachdem vor zwei Wochen Max Zimmermann das Spiel der HSG Krefeld gegen Lippe mit 17 Toren fast im Alleingang gewonnen hatte, war es diesmal vor 432 Zuschauern Kevin Christopher („KC“) Brüren, der 16 Tore zum deutlichen 36:21 (19:11)-Erfolg im Heimspiel gegen die SG/VTB Altjührden beitrug. Aber es waren nicht nur die Tore, sondern er zeigte insgesamt ein überragendes Spiel. Sein Debüt für die Eagles feierte außerdem in der Schlussviertelstunde Torhüter Paul Keutmann, der ebenfalls mit einer starken Leistung beeindruckte.

Auf Seiten der Eagles fiel neben den bekannten Verletzten kurzfristig auch noch David Hansen aus, der sich beim Aufwärmen am Rücken verletzt hatte. Auf dem Feld zeigte sich das allerdings nicht, im Gegenteil. Das Spiel lief gerade 44 Sekunden, da stand es bereits 2:0 für die Eagles. Erst traf „KC“ Brüren, dann fing Gerrit Kuhfuß den Anwurf sofort ab und traf per Gegenstoß. Auch in der Folge brannten die Gastgeber ein regelrechtes Feuerwerk ab und bauten die Führung mit teils wunderschön heraus gespielten Toren schnell aus.

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Dabei tat sich diesmal Brüren besonders hervor, der bereits in der Anfangsviertelstunde sein Torkonto auf sieben Treffer stellte. Die Eagles allerdings rotierten viel und so bekam er im weiteren Verlauf der Partie auch einige Pausen und kam zur Halbzeit auf neun Tore.

Dorian Wöstmann, der diesmal den Vorzug vor Zimmermann bekam, wurde von Gegenspieler Jan-Uwe Behrends immer wieder an der Grenze der Legalität bearbeitet. Gegen Ende der ersten Halbzeit setzte er zum Wurf an und wurde im Sprung abgeräumt, so dass er sich in der Luft überschlug und äußerst spektakulär fiel, zum Glück aber weiterspielen konnte. Den fälligen Strafwurf verwandelte einmal mehr Brüren mit traumwandlerischer Sicherheit. So ging es mit einem deutlichen 19:11 in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel ging es für den besten HSG-Werfer unvermindert weiter und zwischen der 34. und 38. Minute legte er weitere drei Tore hin, darunter ein wunderschöner Dreher aus der Rechtsaußenposition. Ein Tor, das das Selbstvertrauen des aus Dormagen gekommenen Neuzugangs perfekt versinnbildlichte.

Eine Viertelstunde vor dem Ende kam dann der dritte Keeper Paul Keutmann, der bisher nur für einige Siebenmeter auf dem Feld gestanden hatte, ins Tor. er zeigte gleich zwei starke Paraden und fügte sich in den insgesamt hervorragenden Auftritt des Teams nahtlos ein.

Für das Schmankerl sorgte aber in der 54. Minute Tim Gentges, der mit einem Kemper-Trick mit dem Rücken zum Tor zum 32:18 traf. Am Ende stand ein nie gefährdeter 36:21-Erfolg. Brüren sagte lachend „Ich wollte nicht Max 17 Tore erreichen. Er hat dafür viele Sprüche bekommen, ich hoffe, das bleibt mir erspart.“

Trainer Ronny Rogawska sagte: „Wir wollten das Spiel von Anfang an kontrollieren. Das ist gut gelungen und ich freue mich, dass die Jungs auch bei höher Führung durchgezogen haben.“ Zur Leistung von Paul Keutmann bei seinem Debüt befand er: „Wir haben sicher keine Probleme im Tor und alle drei Keeper sind stark. Paul hat gezeigt, dass auf ihn Verlass ist.“