Hampel glaubt noch an den Klassenerhalt des Handball-Nordrheinligisten Adler Königshof

Handball-Nordrheinliga : Hampel glaubt noch an das Wunder

Dabei sind die Chancen der Adler Königshof auf den Klassenerhalt in der Handball-Nordrheinliga gering.

Im Winter wechselte Erik Hampel von der HSG Krefeld zu den Adlern Königshof. Der 24 Jahre alte Rückraumspieler machte damit den Schritt vom souveränen Tabellenführer der Dritten Liga, der um den Aufstieg in die Zweite Liga spielen wird, zum Schlusslicht der vierten Liga. Das Team steht nun zwei Spieltage vor Saisonende mit dem Rücken zur Wand. Die Adler müssen beide Partien gewinnen – eine davon gegen den direkten Konkurrenten VfB Homberg – und zugleich hoffen, dass dieser Gegner sein zweites Spiel ebenso verliert, wie die Wölfe Nordrhein ihre letzten beiden Saisonspiele.

Die Chancen sind also realistisch betrachtet eher gering. Dennoch bereut Hampel seinen Schritt nicht. „Für mich war es die richtige Entscheidung. Bei der HSG hatte ich sehr wenig Spielzeit. Bei den Adlern spüre ich absolutes Vertrauen“, sagt er. Und auch die Chance auf den Klassenverbleib sieht er durchaus. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr gut gespielt, uns aber nicht belohnt. Wenn wir so spielen, wie gegen Dinslaken oder besonders Ratingen, dann können wir beide Spiele gewinnen“, befindet der Leistungsträger.

Für eine erfolgreiche Gestaltung des Endspurts kommt es nicht zuletzt auf den wurfgewaltigen Linkshänder an. In seinen bisherigen Einsätzen für Königshof lag er zumeist im Bereich von zehn Toren pro Spiel. Eine solche Leistung wäre auch vonnöten, will er sein Team zum Erfolg führen.

Dafür geht es zunächst am kommenden Wochenende nach Köln. Beim TV Jahn in Wahn trifft Hampel auf seinen ehemaligen Trainer Olaf Mast. Unter ihm hatte er vor seinem zwischenzeitlichen Wechsel nach Korschenbroich bei der HSG Krefeld gespielt. Das aber spielt für ihn keine Rolle. „Ich weiß noch nicht so viel über Köln. Aber Marius Timofte bereitet uns immer hervorragend auf den Gegner vor. Darum werden wir mit Sicherheit perfekt eingestellt ins Spiel gehen“, sagt Hampel.

Zum möglichen Endspiel gegen den aktuellen Drittletzten aus Homberg will er noch nichts sagen. „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Marius lebt das vor und wir fahren gut damit – gerade in der aktuellen Situation.“ Die ist prekär, was seiner Ansicht nach nicht zuletzt an den vielen Ausfällen liegt, die das Team durch eine lange Grippewelle zu verkraften hatte. Nach der Winterpause und dem Trainerwechsel von Goran Sopov hin zu Timofte hatten die Adler zunächst sehr erfolgreich gespielt. Dann aber sorgten viele Ausfälle für eine kurze Bank. „Ich habe selbst einmal nach zwei Wochen ohne Training gespielt. Man will natürlich der Mannschaft helfen. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, auf die Ärzte zu hören. Wir hatten oft das Problem, dass uns die Luft ausgegangen ist“, sagt Hampel.

Das soll nun anders werden. In Köln will er die Mannschaft zum Erfolg führen. Gelingt das, dann steht für die Krefelder – positive Ergebnisse in Homberg und Duisburg vorausgesetzt – das ganz große Endspiel um den Klassenverbleib an. Liefe es erfolgreich, dann stünden sicherlich lange Feierlichkeiten an. Spätestens dann würde Hampel den Wechsel endgültig nicht mehr bereuen.

Mehr von RP ONLINE