Jugend-Fussball: Großes Fußball-Spektakel der Grundschulen

Jugend-Fussball : Großes Fußball-Spektakel der Grundschulen

Bei den 29. Young Masters wurden in fünf Altersklassen die Turniersieger ermittelt. Das Event der UNICEF-Kicker versteht sich nicht nur als generationsübergreifend, sondern auch als eine Veranstaltung, bei dem auch der Teamgeist und der Zusammenhalt gefördert werden sollen.

Wenn am Sportplatz an der Stendener Straße in St. Hubert Dutzende von Grundschulkindern über den Rasen flitzen, um das begehrte runde Leder unter Kontrolle zu bekommen oder gar ins das gegnerische Tor zu schießen, dann ist es wieder soweit: Die UNICEF-Kicker des FC St. Hubert haben zu ihrem Fußball-Turnier "Young Masters" eingeladen. So war es auch an diesem Wochenende bereits zum 29. Mal, dass Kinder im grundschulalter den Spaß am Fußball finden sollen, sich dabei aktiv bewegen und neben dem Teamgeist auch einen stärkeren Klassenverbund an den Tag legen.

Von Freitag bis Sonntag hatte Karl-Heinz Josten, der vor 29 Jahren die Idee zu diesem dreitägigen Fußball-Spektakel ins Leben rief, die Organisation auf mehreren Schultern delegiert hatte. "Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helfer , die zum Gelingen des Schul-Fußballturnier beigetragen haben", sagt Josten. Das dieses Event inzwischen eine echte Kultveranstaltung für die Grundschüler der Region geworden ist zeigte sich auch darin, dass knapp 2000 Fans, die zumeist aus Eltern und Großeltern gebildet wurden, die ihre Sprösslinge lautstark anfeuerten. Bei manch junger Mutter wurden dabei wieder Erinnerungen wach, dass sie irgendwann ja auch mal in St. Hubert bei dem Turnier mitgespielt hat. Die Young Masters verstehen sich inzwischen nicht nur als generationsübergreifend. So wird das sportliche Geschehen auf dem grünen Rasen zusätzlich am Spielfeldrand mit dem Aufbau von zahlreichen Zeltstädten der verschiedenen teilnehmenden Schulen sogar als Schulfest kurzerhand umfunktioniert. Genau das macht die Faszination aus, zumal 90 Prozent der aktiven Schüler noch nie vorher in einem Fußballverein gespielt haben. Für die Trainer der unterschiedlichen Teams ist es von daher eine Herausforderung. Der eine möchte den großen Pokal für seine Schule gewinnen, der andere lieber den Zusammenhalt der Klasse fördern, indem er alle Spieler, egal ob talentiert oder nicht, einsetzt. "Das ist wirklich eine einzigartige Veranstaltung hier", kommentierte der Vize-Präsident des Fußballverband Niederrhein, Jürgen Kreyer, der sich vor Ort ein Bild machte. Gefreut haben dürfte er sich sicherlich über die Vergabe des "Fair-Play-Cup 2015", der an die Grundschule Herrenhauser Straße in Mettmann ging. Das Team der Mettmanner bestand aus Spielern, die nicht nur aus sieben unterschiedlichen Nationen kommen, sondern auch kaum Deutsch sprechen. Fußball verbindet eben und wenn wie bei den Young Masters der Spaß im Vordergrund steht umso mehr. Kein Wunder also, dass selbst die auf den hinteren Plätzen gelandeten Mannschaften noch freudige Gesichter an den Tag legten. Für die engagierten ehrenamtlich Mitarbeiter des FC St. Hubert gibt es hingegen wenig Zeit zur Erholung, denn am kommenden Wochenende findet in St.Hubert der "29. Bambini-Treff zugunsten krebskranker Kinder 2015" statt. Dann werden rund 550 Kita-Kinder auf sechs Spielfeldern um den "DINO-CUP 2015" spielen.

(RP)
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