Grefrather Veltrup Deutscher Meister im Degenfechten

Fechten: Paul Veltrup ist Deutscher Meister der U20 im Degenfechten

(NJ) Tausende Kilometer reiste der Krefelder Degenfechter Paul Veltrup in der Saison 2017/18. Etliche herausragende Erfolge feierte der Schützling von Trainer Lajos Csire dabei. Höhepunkt waren die Europameisterschaften in Sotschi, als er im Einzel und mit der Mannschaft die Bronzemedaille beziehungsweise Silber gewann.

Die Deutschen Meisterschaften der Junioren beendete Veltrup nun mit dem Sprung auf das oberste Treppchen. Im Finale der nationalen Titelkämpfe in Leverkusen schlug er Lokalmatador Dean Müller (TSV Bayer Leverkusen) deutlich mit 15:7. Damit hat es der erst 17-jährige Gymnasiast aus Grefrath fertig gebracht, sowohl bei den A-Junioren (2016), als auch in der Altersklasse U20 der Junioren Deutscher Meister zu werden. Für den Cheftrainer des Fechtclubs Krefeld, Lajos Csire, war es der 18. Titelgewinn bei Deutschen Meisterschaften seiner langen Trainerlaufbahn.

Veltrup marschierte durch das Turnier wie das heiße Messer durch die Butter. Der aktuell Führende der Junioren-DFB-Rangliste hat am Wettkampftag kein einziges seiner insgesamt zwölf Gefechte verloren und gerade mal 56 Gegentreffer erhalten. Auf den dritten Platz kamen Hugo Lotter (Waldkirch) und Louis Bongard (Bayer Leverkusen).

Dennoch gab es eine Schlüsselszene in der Runde der letzten 32. Sein Gegner war Julius Dehn (EFG Essen) – und der interpretierte das Degenfechten eher unkonventionell. „Stilistisch war das schon grenzwertig, was Julius da gezeigt hat“, so Csire. Veltrup führte zwar durchgängig, aber es wurde knapp. Am Ende hieß es lediglich 15:14 für den Krefelder, der im Laufe der Saison häufiger mit unorthodox agierenden Gegnern zu tun hatte. Beinahe hätte Dehn mit seiner durchaus aggressiven Vorgehensweise dann sogar auch die Überraschung gelandet, aber Veltrup wehrte erfolgreich alle Attacken ab. Danach gab es nur noch Kantersiege für ihn: 15:6 gegen Lucas Fendt (Heidenheimer SB), 15:9 gegen Leon Gießer (TV Augsburg), 15:3 im Halbfinale gegen Louis Bongard und schließlich 15:7 gegen Müller im Finale.

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„Heute lief es wirklich gut für mich. Nach dem Duell mit Julius fühlte ich mich klasse, weil es ein ordentliches Stück Arbeit war, was ich da abliefern musste. So ähnlich war es auch in Sotschi mit einem Kasachen, der mir sehr zugesetzt hatte“, meinte Veltrup.

Unter ihren Möglichkeiten blieben in Leverkusen dagegen Clemens Heimsoeth, der studienbedingt beim Training zur Zeit etwas kürzer treten muss und auf Position 28 landete, sowie Moritz Westerdorf als 66. unter 96 angetretenen Degen-Junioren.

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