Lokalsport: Goldenes Reitabzeichen für Sandra Lentzsch

Lokalsport: Goldenes Reitabzeichen für Sandra Lentzsch

Die Pferdewirtin am Reitstall Kühnen wird am Sonntag für ihre Leistungen in der Kombination geehrt.

Reiter spezialisieren sich üblicherweise früher oder später auf eine Stilrichtung ihres Sports. Entweder gehen sie in Richtung Spring- oder ins Dressurreiten. Nur ganz wenige bleiben beiden Wettbewerbsarten auch langfristig treu. Entsprechend oft gibt es Sportler, die das goldene Reitabzeichen in Springen oder Dressur erreichen. 10 Siege in der Schwierigkeit S (einmal davon mit zwei Sternen) sind hierfür nötig.

Doch es gibt auch das Abzeichen für beide Sportarten kombiniert. Dafür müssen die Reiter auf S-Turnieren jeweils fünfmal in beiden Kategorien unter den Top-5 platziert sein. Wohlgemerkt: Gegen Spezialisten. Dies zu erreichen ist eine außergewöhnliche Leistung, die oft nur von Weltklasse-Vielseitigkeitsreitern wie Olympiasiegerin Ingrid Klimke erreicht wird. Doch einer Krefelderin gelang es dennoch im Vorjahr. Sandra Lentzsch erreichte sogar insgesamt sogar acht Platzierungen in den Top-5 im Springen. In der Dressur waren es die geforderten fünf, dazu kommen zwei sechste Plätze in zwei-Sterne-Prüfungen, sowie sogar ein neunter Rang beim Schwierigkeitsgrad drei Sterne. Am Sonntag ehrt der Pferdesportverband Rheinland Sandra Lentzsch im Rahmen des Turniers der Jungen Pferde auf der Reitanlage Kühnen mit dem Goldenen Reitabzeichen. Das ist das höchste Leistungsabzeichen, das der Verband an aktive Reiter zu vergeben hat.

Die 29 Jahre alte selbstständige Pferdewirtin erreichte die erste dieser Spitzenplatzierungen im Jahr 2013. Komplettiert hat sie die Topleistung im März vergangenen Jahres. Die Auszeichnung bekommt sie nun am Wochenende verliehen. "Ich arbeite hauptsächlich am Reitstall Kühnen und wollte gern hier ausgezeichnet werden. Voriges Jahr war unser Turnier gerade vorbei, als ich die letzte Platzierung des Abzeichens erreichte. Jetzt ist es so weit", sagt die gebürtige St. Töniserin. Bereits seit ihrem fünften Lebensjahr reitet die junge Frau, die die Lehre zur Pferdewirtin nach ihrem Abitur am Michael-Ende-Gymnasium im Jahre 2008 begann. "Das Reiten habe ich damals bei Andrea Leuchten gelernt und bin dabei geblieben", berichtet sie. Ihr Alltag spielt sich heute sprichwörtlich auf dem Rücken der Pferde ab. Sie reitet junge Tiere zu und bildet sie im Auftrag der Besitzer zu Turnierpferden aus. Sie gibt Reitunterricht auch für bereits sehr gute Reiter und hilft bei vielen Dingen rund ums Pferd.

Und künftig kann sie sich eben auch als Trägerin des goldenen Reitabzeichens in der Kombination aus Springen und Dressur bezeichnen. Es zeigt das sportliche Niveau der jungen Frau, die fraglos zu den besten Reitern der Seidenstadt zählt und nun den verdienten Lohn einfährt.

(RP)