Gold und Silber für Rommelmann und Staelberg vom Crefelder Ruder Club bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften

Deutsche Kleinbootmeisterschaften im Rudern : Staelberg verbessert sich trotz starker Konkurrenz

Sie gewinnt Silber bei den deutschen Kleinboot-Meisterschaften. Ihr Krefelder Mannschaftskamerad Jonathan Rommelmann holt sogar Gold.

Die Olympiakandidaten des Crefelder Ruderclubs haben auf dem Fühlinger See bei Köln das erhoffte Ausrufezeichen gesetzt: Bei den deutschen Kleinbootmeisterschaften holte Jonathan Rommelmann den Titel, Michaela Staelberg fuhr auf den Silberrang, und Laurits Follert legte als Vierter eine gute Bewerbung für einen Platz im deutschen Vorzeigeboot, dem Achter, hin. Pech hatte hingegen Marc Leske: Sein Partner müsste verletzt passen, so dass der Zwei-Meter-Hüne zum zuschauen verurteilt war.

„Das ist diemal richtig gut gelaufen. Nach Silber im letzten Jahr nun der Titel, ich freue mich sehr“, sagte Rommelmann, der mit 2,5 Bootslängen Vorsprung das A-Finale im Leichtgewichts Männer Einer dominierte. Allerdings: Sein ärgster Konkurrent Jason Osbourne, der als großer Favorit galt, hatte krankheitsbedingt abgemeldet. Den Vorlauf, das Viertel- und Halbfinale gewann Rommelmann deutlich, bereits ab der 1000 Meter Marke kontrollierte er das Feld. „Jetzt geht es im olympischen Doppelzweier weiter. Nächste Woche fahren wir ins Trainingslager nach Potsdam. Jason Osbourne und ich wollen dann den Zweier für die Internationale Regatta in Duisburg vorbereiten“, erzählte Rommelmann.

Auch Michaela Staelberg verbesserte sich um einen Platz, nach Bronze im vergangenen Jahr sprang nun Silber heraus. Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil die Konkurrenz entsprechend stark war. Neben Siegerin Frieda Hämmerling aus Kiel und Franziska Kampmann aus Waltrop, im vergangenen Jahr noch Vize-Weltmeister im Doppelvierer, hatte Vierer-Olympiasiegerin Julia Lier ihre freiwillige Pause beendet und stand ebenfalls im Finalrennen. Für Staelberg geht es nach Ostern wieder mit der Mannschaftsbildung in Berlin weiter. Ihr erklärtes Ziel ist der Doppelvierer, der in Deutschland eine hohe Tradition hat und bei den letzten Olympischen Spielen mit der Krefelderin Lisa Schmidla Gold holte.

Knapp am Treppchen vorbei rutschte Laurits Follert mit seinem neuen Partner Jakob Schneider/Essen, der aus dem Weltmeisterachter kommt. „Das war ein gutes Rennen, aber auf der Bahn war nicht mehr möglich“, sagte Follert, der als Vierter aber seinen Anspruch auf einen Platz im Deutschlandachte wahrte. Die erste Formierung wird nach Ostern stattfinden und dann auch bei der Internationalen Regatta in Duisburg am 8/9. Mai getestet werden. In dieser Woche wird Bundestrainer Uwe Bender noch bekannt geben, wie das Boot fahren soll, und Follert hofft natürlich auf einen Platz im Flaggschiff.

Für Marc Leske gab es am Donnerstag eine schlechte Nachricht, sein Partner Anton Braun aus Berlin hatte sich verletzt und konnte nicht in Köln antreten. „Das ist schon bitter. Nach dem Vortest haben wir die zwei Wochen Vorbereitung richtig gut genutzt“, sagte Leske. Die guten Vorleistungen und auch seine gute individuelle Physis sollten aber reichen, um weiter im Spiel zu bleiben Richtung Vierer ohne, oder Zweier ohne Steuermann.

Weitere Krefelder Starter: Jacob Schulte-Bockholt wurde Elfter und Jacob Gebel 13. Für sie wird es erst einmal nicht weiter reichen. Aber: Sie werden Deutschland im Mai beim „Windmerer Cup“ in Seattle/USA im Achter vertreten.

Nicht so richtig in Tritt kam der Zweier von Lukas Geller, der noch zum U23 Bereich gehört. Physisch sehr stark, blieb er mit seinem Zweier Partner Sönke Kruse aus Münster mit dem 10. Platz bei den U23 hinter den gesteckten Erwartungen zurück.

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