Geschäftsführer Andre Schicks vom Handball-Zweitligisten HSG Krefeld schlägt Alarm

Handball : Schicks schlägt Alarm

Am Samstag startet die HSG Krefeld das Abenteuer Zweite Liga mit einem Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau. Doch die Mannschaft sei nach der kurzen Vorbereitungsphase noch nicht so weit, sagt der Geschäftsführer.

Für die HSG Krefeld beginnt am Samstag das Abenteuer Zweite Handball-Bundesliga. Diese Klasse ist völliges Neuland. Waren die Eagles in der Dritten Liga seit ihrer Gründung durch die Stammvereine SC Bayer Uerdingen und Adler Königshof immer im oberen Bereich der Tabelle zu finden, so dürfte das in der kommenden Saison kaum der Fall sein. Möglicherweise ergibt sich sogar eine Situation, in der die HSG mit dem Rücken zur Wand steht.

Während der kurzen Vorbereitungsphase wurde wochenlang bis spät in die Nacht im Hintergrund daran gearbeitet, nicht nur einen neuen Trainer zu finden, sondern auch den Kader zusammenzustellen. Die größte Aufgabe stellte sich aber im administrativen Bereich. „Jetzt sind die Anforderungen und Vorgaben knallhart. Letztendlich ist die Zweite Bundesliga deutlich durchorganisierter als die Dritte Liga“, sagt HSG-Geschäftsführer André Schicks.

So musste zum Beispiel eigens eine neue GmbH gegründet werden, deren Prokurist Thomas Wirtz künftig ist. „Die bisherige OHG existiert weiter, die Anteile sind zu je 26 Prozent auf Bayer und Adler verteilt, den Rest teilen sich drei Gesellschafter“, berichtet Wirtz.

Auch die Glockenspitzhalle wird in neuem Glanz erstrahlen, denn hier ist im Sommer vieles im Bereich der Technik, aber auch optisch passiert, um den Anforderungen im Ligaspielbetrieb gerecht zu werden. „Die Mannschaft hat jetzt ein richtiges zu Hause bekommen“, erklärt Schicks weiter. Ein Physioraum sowie ein Bereich für Videoanalysen runden das Ganze ab.

Einzig im sportlichen Bereich läuft es noch nicht so, wie es kurz vor dem Saisonstart eigentlich sein sollte. „Die Zweite Liga wird eine große Herausforderung, und damit meine ich alle Spiele“, sagt HSG-Trainer Stefan Arnar Gunnarsson, der für eine gute Vorbereitung viel zu wenig Zeit hatte. Entsprechend weist er darauf hin, dass sich seine Mannschaft in den Testspielen von Partie zu Partie verbessert hat, aber noch mehr kann. Zwar standen bei Gunnarsson wöchentlich sechs Trainingseinheiten in der Halle plus zweimal Krafttraining auf dem Plan, doch um aus dem Kader mit acht Neuzugängen ein Team zu formen, bedarf es noch mehr Zeit. „Auch wenn wir am Anfang nicht Erfolg haben, so brauchen wir die Unterstützung der Stadt und unserer Fans. Und das bis zum letzten Spieltag“, warnt Schicks, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben.

Auf den Gegner Lübeck angesprochen, weiß Gunnarsson durchaus schon dessen Stärke auszumachen. Zur Frage, welche eigenen Stärken er in seinem Team sieht, sagt er: „Wir haben eine starke Abwehr, eine starke Mitte und eine gute zweite Welle. Im Angriff müssen wir diszipliniert auftreten und gut passen. Das wird unser Plan sein.“ Ob in der Abwehr in der 6:0- oder 5:1-Formation gespielt wird, dass lässt er dann doch lieber offen.

Dass der Vorverkauf mit bisher 400 Karten gut angelaufen ist, lässt auf eine vierstellige Zuschauerzahl hoffen.

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