1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Gerrit Kuhfuss gibt bei der HSG Krefeld seine Rückennummer frei

Nummer 22 der HSG Krefeld : Gerrit Kuhfuss gibt die 22 für Oliver Krechel frei

Eigentlich sollte diese Rückennummer nicht mehr vergeben werden. Aber der neue Torhüter hatte sie sich von Herzen gewünscht. Wie das Problem bei der HSG Krefeld gelöst wurde.

Wenn besondere Akteure, die ihre Fußspuren in einem Verein hinterlassen haben, ihre Karriere beenden, kommt es schon mal vor, dass ihre Trikotnummer nicht mehr vergeben wird. Bei der HSG Krefeld Niederrhein ist Gerrit Kuhfuß einer von drei Spielern, dessen Trikot seit einem Jahr unter dem Hallendach der Glockenspitzhalle hängt. Der Kreisläufer, der im vergangenen Jahr zum Aufstieg in die zweite Bundesliga maßgeblich beitrug und anschließend seine Karriere beendete, lief vom ersten Tag an für die Eagles auf und spielte über viele Jahre eine wichtige Rolle im Kader. Grund genug für die Verantwortlichen des Vereins, in Anerkennung dieser Verdienste seine Rückennummer 22 nicht mehr zu vergeben.

Doch dann verpflichtete die HSG in Oliver Krechel einen Torhüter, der genau diese 22 als seine ausdrückliche Wunschnummer angab. „Ich habe die Nummer immer gehabt und war mir nicht bewusst, dass sie für Gerrit gesperrt ist“, sagt der aus Hamm an den Niederrhein gewechselte 29-Jährige.

„Gerrit hat auf Nachfrage von uns sofort gesagt, dass es für ihn okay ist, wenn Oliver in Zukunft seine Nummer erhält,“ erklärt Gechäftsführer André Schicks. Kuhfuß selbst nahm es locker: „Zunächst erfüllt es mich mit Stolz, dass mein Trikot unter dem Hallendach hängt und das wird sich ja auch nicht ändern. Oliver soll mir einfach in der Saison ein Bier ausgeben.“

Gesagt, getan und so übergab Kuhfuß dem neuen HSG-Torhüter vor der Glockenspitzhalle schon einmal die neue Teamausstattung mit der Nummer 22 und erhielt im Gegenzug dafür das versprochene Bier in Form eines ganzen Kastens Gerstensaft.