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Fußball: Ger raubt Fischeln den Sieg

Fußball : Ger raubt Fischeln den Sieg

Kurz vor Schluss sah der VfR wie der sichere Sieger aus. Doch der VfB Uerdingen schlug zum 2:2 zurück und sorgte so für eine überraschende Punkteteilung im Derby. Sogar ein Erfolg des Außenseiters war möglich.

Freudenszenen bei den Gästen, frustrierte Gesichter bei den Gastgebern. Das Derby zwischen dem VfR Fischeln und dem VfB Uerdingen endete mit einem überraschenden 2:2 (0:1)-Unentschieden. Ein Ergebnis, mit dem der VfB besser leben kann, als der VfR. Denn der wartet noch immer auf den ersten Sieg und dürfte in der aktuellen Verfassung nur eine Nebenrolle in der Liga spielen.

Die Gäste verbuchten dagegen einen weiteren Zähler, der nicht unbedingt auf der Rechnung stand. Entsprechend fiel die Reaktion der Trainer aus. "Zwei Punkte aus zwei Heimspielen ist für unsere Ansprüche zu wenig. Auch wenn wir in der ersten Halbzeit keinen Fußball gespielt haben, waren das heute zwei verlorene Punkte", war Josef Cherfi die Enttäuschung anzumerken. Kollege Manuel Fernandez war dagegen hoch zufrieden: "Der Punkt war absolut verdienter. Leider hat die Kraft in der zweiten Halbzeit nicht gereicht".

Der von Beginn an hoch motivierte VfB hätte die Partie bis zur Pause schon für sich entscheiden können, doch VfR-Keeper Till Kohnen hielt seine Elf im Spiel. Er rettete gegen Ömer Uzbay (1.), Philipp Grund (4.) und erneut gegen Uzbay (17.). Dazwischen fiel die VfB-Führung.

René Hebold, der große Probleme mit dem agilen Philipp Grund hatte, verursachte einen Freistoß, den Grund ins kurze Eck versenkte (13.). Die Führung kam den Gästen entgegen. Sie standen in der Defensive gut organisiert, machten so die Räume eng und lauerten auf Konterchancen. Das war zusätzliches Gift für die verunsichert wirkenden Gastgeber, bei denen so gut wie gar nichts lief. Einzig Sven Kegel war bemüht, dem VfR-Spiel Struktur zu verleihen. Doch ihm fehlten geeignete Mitspieler, um die VfB-Abwehr mit schnellem Kurzpassspiel zu knacken.

Der VfR hatte auch im zweiten Abschnitt mehr vom Spiel, Torchancen blieben aber aus. Bis Marco Armiento Tore Mertens von den Beinen holte. Stephan Maas verwandelte den fälligen Elfer zum 1:1 (57.). Die Gäste bauten danach ab, so dass sich für den VfR mehr Räume ergaben. Kegel und der ins Mittelfeld beorderte Hebold kurbelten nun das Spiel an und leiteten gute Möglichkeiten ein. Dabei zeichnete sich VfB-Torhüter Fabian Mertens aus, der gegen Michael Killich (68.) und Mertens (69.) rettete.

Danach wurde es turbulent. Als Mertens eine Flachschuss parierte, stürmte Hebold heran und traf den Keeper. Schiri Roland Inderhees sah "Grobes Foulspiel" und zeigte "Rot" (81.) — eine überharte Entscheidung. Auch Daniel Elsenbruch sah in dieser Szene zuvor nach Tätlichkeit gegen Hebold die Rote Karte (81.). Nach einer Killich-Ecke köpfte Stephan Heller den VfR zum vermeintlichen Sieg (87.). Doch Uzbay verlud im Gegenzug die VfR-Innenverteidung und Gürhan Ger traf mit einem Aufsetzer zum Ausgleich (88.).

(RP)