Galopp Hans Blume kassiert rund 200.000 Euro

Krefeld · Er ist der Großverdiener unter den Krefelder Galopptrainern, obwohl er mit elf Siegen drei Erfolge weniger gefeiert hat als seine beiden Kollegen Marian Falk Weißmeier und Mario Hofer. Die bisherige Saisonbilanz ist ausgesprochen gut.

 Der Schimmel Aradous bei seinem vierten Sieg 2023 auf der Stadtwald-Rennbahn in Krefeld. Im Sattel Jockey Sean Byrne.

Der Schimmel Aradous bei seinem vierten Sieg 2023 auf der Stadtwald-Rennbahn in Krefeld. Im Sattel Jockey Sean Byrne.

Foto: Stefan Brauer

Mit jeweils 14 Saisonsiegen rangieren die beiden Krefelder Galopptrainer Marian Falk Weißmeier und Mario Hofer unter den Top 20 der deutschen Statistik. Hans Blume konnte bisher elf Sieger vom Geläuf abholen, doch in der Summe der Renngewinne liegt er mit rund 200.000 Euro vor Hofer und Weißmeier. Nach einer langen Durststrecke und vielen Platzierungen haben auch die Schützlinge von Trainerin Erika Mäder wieder die Erfolgsspur gefunden und bescherten dem Stall drei Saisonsiege.

Trainer Hans-Albert Blumes Aktivitäten mit den 38 Stallinsassen konzentrieren sich hauptsächlich auf die französischen Rennen. Davon zeugt auch seine tolle Euro-Bilanz. Den Vogel schoss am 4. Mai sein Hengst Shinning Ocean ab, der in Chantilly eine Quinte gewann und dafür mit 26.500 Euro belohnt wurde. Bereits im Januar hatte Shinning Ocean an gleicher Stelle ein Rennen gewonnen und dafür 9.000 Euro in die Stallkasse gebracht. Am Dienstag gewann der Blume-Stall im französischen Dieppe mit Costa Edita und Teresa Mendoza zwei Rennen und untermauerte so die gute Stallform.

Aber auch in Deutschland kann man gut Kasse machen. Dies bewies der Hengst El Rubio, der in Dresden in einem Auktionsrennen knapp geschlagen den zweiten Platz belegte und 11.000 Euro mit nach Hause brachte. Zuvor hatte er in Hannover einen vollen Erfolg geschafft, der mit 6.000 Euro dotiert war. Dreimal siegten die Blume-Schützlinge auf deutschen Rennbahnen und achtmal in Frankreich.

Vierzehnmal konnte in diesem Jahr Trainer Mario Hofer einen Sieger vom Geläuf abholen. Dabei verteilen sich seine Erfolge sogar auf drei Länder. Bereits am 5. Januar sorgte dabei die Stute Interstella in Frankreich für den ersten Punkt 2023. Das 12-jährige Kultpferd Gamgoom ist etwas ganz Besonderes im 20-köpfigen Hoferstall. Der Wallach feierte im Frühjahr im belgischen Mons seinen 28. und 29. Karriereerfolg. Eine solche Anzahl an SIegen kann kein aktives Rennpferd in Europa nur annähernd vorweisen. Leider wurde er in seinem bisher letzten Rennen von einem anderen Pferd angaloppiert, die Verletzung ist aber fast auskuriert.

Der Schimmel Aradous ist mit vier Siegen und zahlreichen Platzierungen eines der erfolgreichsten Pferde der bisherigen Saison. Er hat seinen Besitzern Serdal Dagci und Kerstin Ingenhoven schon viel Freude bereitet. Die Stute Blueridge Silver steht dem mit drei Saisonsiegen nicht viel nach. Hoffnungen machen die Youngster im Stall, denn Emir und Faster Than Life konnten sich schon in die Siegerlisten eintragen. Mario Hofer gewann elf Rennen in Deutschland und drei in Belgien und Frankreich.

28 Pferde trainiert Marian Falk Weißmeier im Stadtwald. Er ist mit seinem Pferde-Transporter am häufigsten unterwegs. Sehr oft steuert auch er dabei die französischen Rennbahnen an. 151mal traten seine Vierbeiner in diesem Jahr zu einem Rennen an und brachten so 154.000 Euro in die Stallkasse. Fünf Rennen wurden in Frankreich gewonnen und neun in Deutschland.

Der vorerst letzte Erfolg gelang am vergangenen Sonntag beim Meeting in Bad Harzburg, als Sunny Star seinen dritten Jahreserfolg schaffte. Im Sattel saß dort Maike Riehl, die im letzten Monat ihren 50. Sieg im Rennsattel feiern konnte. Wer das schafft, darf sich fortan „Jockey“ nennen.

Trainerin Erika Mäder betreut 16 Galopper in ihrem Stall. Nach einigen Monaten mit zahlreichen Platzierungen, doch ein voller Erfolg wollte nicht gelingen, läuft es derzeit wie am Schnürchen. Der Wallach North Hunter brach im Mai den Bann. Durch zwei Siege und einige Platzierungen in Frankreich verdiente er in diesem Jahr bereits mehr als 30.000 Euro. Den dritten Mäder-Sieg steuerte Fritz Wonderlich bei. Er gewann unter Andrasch Starke in Magdeburg.

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