Fußball-Kreisliga A Michael Dürrwald hat seinen Rücktritt angeboten

Oedt · Michael Dürwald vom gut in die Saison gestarteten Kreisliga-Aufsteiger Borussia Oedt bietet seinen Rücktritt an. Warum der Trainer frustriert ist und was sein Nachfolger mitbringen sollte.

Michael Dürrwald empfindet die personelle Situation als untragbar.

Michael Dürrwald empfindet die personelle Situation als untragbar.

Foto: Norbert Prümen

Geht bei Borussia Oedt in der Winterpause eine viereinhalbjährige Ära zu Ende? Vieles spricht beim Neuling der Fußball-Kreisliga A, der vergangenen Sonntag erstmals verlor, dafür. Trainer Michael Dürrwald, bei dem viele Fäden zusammenlaufen, hat nämlich den Verantwortlichen mitgeteilt, dass er und Co-Trainer Dennis, sein ältester Sohn, gerne zum Jahresende aufhören möchten. „Der Kader ist absolut zu klein. Woche für Woche muss unsere Zweite die Lücken füllen, zuletzt mussten sogar zwei Akteure der Altherren aushelfen“, erklärte der 59-Jährige gegenüber unserer Redaktion. „Ich habe dem Vorstand zum Jahresende unsere Demission angeboten und vorgeschlagen, dass ein Nachfolger kommen muss, der dringend benötigte, neue Spieler mitbringt oder zu ihnen die entsprechenden Kontakte hat. Unsere jetzige Personallage ist ein Ritt auf der Rasierklinge. Diese Entscheidung habe ich mir natürlich nicht leicht gemacht und lange drüber nachgedacht. Sollte der Verein keinen geeigneten Nachfolger finden, mache ich natürlich, weil ich Borusse mit Leib und Seele bin, bis zum Sommer weiter.“

Negativ sind in diesem Zusammenhang die Tatsachen, dass das Team ziemlich überaltert ist und aus dem Nachwuchs nichts zu holen ist. Aktuell belegen die Grün-Weißen Platz sieben, weit ab von Gut und Böse. Jeder war übrigens im vergangenen Sommer davon ausgegangen, dass durch den Aufstieg auch der eine oder andere Akteur automatisch Interesse zeigt. „Ich habe viele Gespräche geführt“, sagt Dürrwald. „In erster Linie mit Spielern, die, eine Liga höher spielend, nur auf der Bank sitzen oder wenig Einsatzzeiten haben. Aber eigentlich sprechen alle erst davon, was es an Geld gibt und nicht, wie eventuell die Spielphilosophie usw. aussieht. Da war dann für mich alles schnell beendet.“

Neuzugänge? In Matthias Heinrich Junkers und Max Zanders mussten im Sommer noch zwei wichtige Akteure ersetzt werden und Gordon Pätzold arbeitet sich nach seiner langen Verletzung erst langsam wieder ran.

 Übrigens, Dürrwald ist auch ein Verfechter einer eventuellen Fusion mit dem SSV Grefrath, von der immer mal gemunkelt wird. Die Grefrather hatten ja schon vor einigen Jahren, als man noch SV hieß, mit Spielsport Vinkrath fusioniert. Und welche Kräfte so ein Zusammenschluss freimachen kann, das kann man aktuell beim SC St. Tönis sehen.    

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort