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Fußball-Oberliga: Teutonia St. Tönis verliert beim Cronenberger SC

Fußball-Oberliga : Teutonia St. Tönis vergibt den ersten Matchball

Fußball-Oberligist St. Tönis unterliegt in der Abstiegsrunde beim Cronenberger SC in den Schlusssekunden mit 1:2. Ioannis Alexiou sieht die Ampelkarte und fehlt beim nächsten Auswärtsspiel bei TuRU Düsseldorf.

Es sollte möglichst der Matchball werden, doch die Frage nach dem endgültigen Klassenerhalt wurde vertagt. In der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga unterlag Teutonia St. Tönis in einer spielerisch dürftgien, aber jederzeit hart umkämpften Begegnung mit 1:2 (0:1) beim Cronenberger SC. Durch die Niederlage bei den Bergischen schmolz der Vorsprung vor den restlichen drei Spielen auf die Abstiegszone auf sechs Punkte. Und der könnte sogar auf fünf schrumpfen, da Sterkrade-Nord bisher eine Partie weniger ausgetragen hat.

Dass für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand, merkte man der Partie vom Anpfiff weg an. Intensive Zweikämpfe prägten schon die erste Halbzeit, in der sich beide Mannschaften schwer taten, klare Chancen zu erspielen. Die Gäste verbuchten allerdings zwei, die es in sich hatten. Von Hiroy Genda über Dominik Dohmen landete der Ball bei Konstantin Möllering, der aus wenigen Metern SC-Schlussmann  Yannik Radojewski anschoss (20.). Kurz darauf visierte Möllering aus zentraler Position das rechte untere Toreck an, doch der Schuss wurde im letzten Moment noch abgefälscht (24.). Derartige Gelegenheiten besaßen die Gäste nicht, obwohl die Teutonen phasenweise zu große Lücken in der Defensve boten. Um so ärgerlicher war die Führung der Gastgeber, als Genda Phil Knop im Sechzehner von den Beinen holte, anstatt den Angreifer nur zu stellen. Schiedsrichter Marco Lechtenberg (Blau-Weiß Meer) zeigte auf den Punkt und Niklas Burghard verwandelte sicher zur Pausenführung.

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Auch in der zweiten Halbzeit wirkten die Gastgeber zielstrebiger, doch die erste Chance ging wieder auf das St. Töniser Konto. Nach Zuspiel von Kanta Seki scheiterte Brian Dollen an Radojeski (54.). Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie ruppiger und Luka Sola sah wegen einer Tätlichkeit gegen Lukas Stiels die Rote Karte (67.). Zehn Minuten später wurde Brian Drubel im Strafraum gelegt und es gab erneut Elfmeter. Samed Yesil, der nach seiner Einwechslung nur durch eine Gelbe Karte auffiel, trat an und traf zum verdienten Ausgleich. Teutonia sah nun in Überzahl die Chance, den Gastgebern den K.o. zu versetzen, konnte sich aber spielerisch nicht durchsetzen. Am Ende ging der Schuss sogar nach hinten los. Ausgerechnet der erfahrene und bereits verwarnte Ioannis Alexiou, ansonsten ein Bild der Zuverlässigkeit, kassierte wegen Ballwegschlagens die gelb-rote Karte. Den fälligen Freistoß nutzten die nie aufsteckenden Bergischen durch einen Kopfball von Burghard zum gewinnbringenden Last-Minute-Treffer. Trainer Justin Müller haderte hinterher mit den vergegeben Großchancen, sah aber auch einen Rückfall: „Wir haben es heute nicht geschafft, die Leistung der letzten beiden Spiel auf den Platz bringen.“

Am Rande des Spiels gab Teammanager Holger Krebs bekannt, dass Yesil überraschend ein Angebot von Germania Ratingen angenommen hat. Dagegen gab Torhüter Jannik Hinsenkamp seine Zusage für die nächste Saison.