Fußball-Kreisligist Viktoria Anrath sieht sich im Stadtduell gegen den SC Schiefbahn in der Außenseiterrolle

Fußball-Kreisliga A : Anraths Trainer sieht sein Team in der Rolle des Außenseiters

Das Willicher Stadtduell mit dem SC Schiefbahn steht an diesem Spieltag in der Fußball-Kreisliga A im Blickpunkt des Interesses.

Unterschiedlicher könnten die Aufgaben nicht sein: Fünf Tage nach der respektablen 0:7-Niederlage gegen Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf reist der TSV Bockum in der Kreisliga A zum TSV Kaldenkirchen. Beide Teams gehören in Sachen Aufstieg zum Favoritenkreis, der in dieser Saison etwa sechs Mannschaften umfasst. Und da beide vergangenen Sonntag gut in die Spielzeit starteten – Kaldenkirchen gewann gegen Dülken und Bockum holte in Strümp, die zu dem besagten Sechserkreis gehören, einen Zähler –, kann von einem Gipfeltreffen gesprochen werden.

In Strümp stellt sich im Duell der Vorjahresabsteiger der VfB Uerdingen vor. Beide mussten ihre Kader stark verändern, und VfB-Trainer Stefan G. Rex meint: „Wir wollen auch in Strümp was mitnehmen, auch wenn die Favorit sind. Im Gegensatz zu uns haben sie ja auch ihre Wiederaufstiegsambitionen klar formuliert.“ Der zuletzt fehlende Christoph Karkoschka dürfte wieder ein Thema sein.

Ebenfalls sehr früh hat Terminplaner Hubert Hinrichs das erste Willicher Stadtderby angesetzt, wenn ab 15.30 Uhr in der Anrather Donkkampfbahn die dortige Viktoria den SC Schiefbahn erwartet. Auch wenn auf den ersten Blick das glückliche 1:1 der Gastgeber gegen Neuling SV St. Tönis sich eher wie eine gefühlte Niederlage anfühlt, stellt Trainer Ferhat Arslanoglu klar: „Ich war mit dem einen Punkt schon zufrieden, zumal wir ihn in letzter Sekunde geholt haben. Wir haben viele Stammkräfte in Urlaub, auf der Bank saßen nur Akteure aus der Zweiten und Dritten. Gegen Schiefbahn sind Sven Schmitz, Andre Neumann und Matthias Schmitz wieder dabei, was nichts daran ändert, dass es ein schweres Spiel wird und wir nur Außenseiter sind.“ Der mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gegangene SC Schiefbahn versemmelte unerwartet den Start und darf sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben, wenn er nicht direkt der Musik hinterherlaufen will.

„Es war für uns ein gelungener Auftakt, den wir nun nach unserer eher speziellen Vorbereitung - meist zählte ich nur zehn oder ein wenig mehr Köpfe beim Training - mit einem Sieg im Heimspiel gegen Hinsbeck versilbern können“, sagt Coach Sebastian Suski von der Fischelner Zweiten. Ähnlich hört es sich bei Andre Wienes vom Hülser SV an, der Dülken empfängt: „Gegenüber der Vorwoche kommen zwar noch drei Urlauber dazu, ich will aber trotzdem den ersten Sieg.“ Wieder rechnen kann er mit Julian Gröninger, ein wichtiger Spieler bei den Grünhemden.

Während der FC Hellas Krefeld und der SV St. Tönis einen Zähler auf ihren Konten haben und sich in der Edelstahl-Kampfbahn nun direkt gegenüber stehen, droht Teutonia St. Tönis II ein Fehlstart, wenn nach dem 1:3 am Rundweg auch bei der U23 von Union Nettetal der kürzere gezogen wird.

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