Fußball-Bezirksligist TuRa Brüggen lässt die Konkurrenz zittern

Fußball-Bezirksliga : TuRa Brüggen lässt die Konkurrenz zittern

Der Erfolg des Fußball-Bezirksligisten setzt auch die Abstiegskandidaten SSV Grefrath und VfB Uerdingen unter Druck.

TuRa Brüggen ist im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga die Mannschaft der Stunde. Vor Wochen als abgeschlagenes Schlusslicht schon als sicherer Letzter gehandelt, hat sich das Team vom Vennberg nach drei Siegen in Folge von Rang 17 auf den Nichtabstiegsplatz 14 vorgearbeitet. Und sie halten jetzt zwei Spieltage vor dem Saisonende alle Trümpfe in der Hand, denn sie spielen mit Strümp und Dülken noch gegen zwei Kontrahenten, die in der Tabelle unter ihnen stehen.

Sollte Brüggen auch diese Spiele gewinnen, hätte das Auswirkungen – auch auf andere Mannschaften. Dann ginge es neben Strümp und Dülken für Grefrath und den VfB Uerdingen nur noch darum, den Relegationsplatz 15 zu erreichen, damit über diesen Weg die Klasse eventuell noch gehalten werden kann. In der Relegation ginge es dann gegen den Viertletzten der Gruppe 4, aktuell die DJK Arminia Lirich aus Oberhausen.

Schlusslicht Uerdingen hat von allen fraglos die schlechteste Ausgangsposition. Nur bei einem Sieg gegen den TDFV Viersen bleibt die Flamme der Hoffnung weiter am Köcheln. Der Erfolg muss aber ohne Michele Pernisse, Alexander Haybach und Jonas Kremer gelingen, die in dieser Spielzeit verletzungsbedingt nicht mehr spielen können. Pernisse und Haybach bilden die Stammformation in der Innenverteidigung, was schwer ins Kontor schlägt. Einziger Lichtblick: Die Sperre von Joel Köhnen ist abgelaufen. „Dass wir in dieser Saison Probleme bekommen werden, war von Beginn an klar. Aber da die Konkurrenz noch gegeneinander spielt, wäre es vollkommen verkehrt, aufzugeben“, sagt Trainer Stefan G. Rex. „Solange etwas möglich ist, und wenn auch nur theoretisch, werden wir alles geben.“

Ähnliche Worte sind beim SSV Grefrath zu hören, der die Budberger empfängt. Manager Jürgen Claßen berichtet: „Wir haben die vergangene Schlappe zwei Tage später abgehakt und richten den Blick nach vorne.“ Neben Urlauber Daniel Walter fehlt weiter der langzeitverletzte Mario Fenkes. Bei Soner Köse, der seinen Gips abbekommen hat, muss noch abgewartet werden, ob er einsatzfähig ist. Positiv wertet das Trainergespann Ernst/Tölle die gute Stimmung und Trainingsbeteiligung von oft 20 Spielern.

Bereits so gut wie erledigt ist die Saison für den Tabellenvierten VfL Tönisberg. Dies war auch in der zurückliegenden Vorstellung überdeutlich abzulesen (0:6-Niederlage beim SC Kleinenbroich). Im letzten Heimspiel der Spielzeit, das bereits am Samstag angepfiffen wird (16 Uhr), kommt der Tabellennachbar Rheydter SV, über den einiges wegen einer ungewissen Zukunft zu hören war. VfL-Coach Karl-Heinz Himmelmann meint: „Wir müssen uns positiv verabschieden. Die Truppe hat viel mehr Potential, als sie abgeliefert hat. Aber zu oft fehlte der Biss und die Motivation.“

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