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Fußball: Funkel verspricht: "Wir kommen wieder"

Fußball : Funkel verspricht: "Wir kommen wieder"

Fußball: Nach dem großen Erfolg des Krefelder Budenzaubers, dem Turnier der Fußball-Legenden, dauerte die dritte Halbzeit noch bis in die frühen Morgenstunden. Nicht nur deshalb waren die Uerdinger Legenden begeistert.

Auch am Tag nach dem Krefelder Budenzauber schwärmten die Uerdinger Fußball-Legenden noch immer von der tollen Veranstaltung im Königpalast. "Das war Gänsehaut pur", sagte Teamchef Friedhelm Funkel, der mit seiner Mannschaft von den Uerdinger Fans trotz des frühen Ausscheidens nach der Vorrunde noch minutenlang gefeiert wurde. "Wie die Fans uns in die Kurve gefordert und dort gefeiert haben, das war nicht anders, als ich das von vor 30 Jahren in der Grotenburg kenne", sagte Teamkollege Michael Dämgen, der gestern zusammen mit Rudi Bommer die Heimreise angetreten hatte. Seit ihrer gemeinsamen Zeit in Uerdingen sind die Familien auch privat befreundet. Bommer, der in Aschaffenburg wohnt, war auf dem Hinweg bis Montabaur gefahren, wo Dämgen wohnt, um dann in das Auto seines Freundes umzusteigen - gestern ging der Weg dann umgekehrt. "Als die Fans meinen Namen gerufen haben, da sind auch für mich noch mal die alten Zeiten aufgelebt. ,Ruuudi' hat damals schon das ganze Stadion gerufen, wenn ich am Ball war", erzählte Bommer gestern.

Bei der guten Stimmung verwundert es also wenig, dass sich die Legenden, deren dritte Halbzeit im Spielerhotel bis in die frühen Morgenstunden andauerte, schon am Sonntag für die Neuauflage des Turniertes am 9. Januar 2016 anmeldeten. "Wir werden auf jeden Fall wieder antreten", versprach Friedhelm Funkel, der mit seinen 61 Jahren einer der ältesten Feldspieler war. "Allerdings müssen wir auch mal überlegen, ob wir nicht noch ein paar jüngere Spieler mehr ins Team holen." Bayer Leverkusen hatte dies etwa gemacht und das Turnier letztendlich auch gewonnen.

Funkel hatte ohnehin noch einen weiteren Grund zur Freude. Nicht nur, dass er der älteste Torschütze des Turniers war, er wurde auch noch als bester Spieler ausgezeichnet und mit einem Pokal bedacht. "Halten Sie den mal gut in Ehren", rief ihm ein Zuschauer nach, und Funkel versprach: "Das werde ich. Wer weiß, wann ich noch mal so einen bekomme."

Begeistert waren aber nicht nur die Uerdinger von ihrem Heimspiel. "Super Halle, gute Organisation, super Fans. Nach dem Endspiel haben wir mit unseren Fans sogar die Welle gemacht", lobte etwa Thomas Kastenmaier. Seine Weisweiler-Elf, die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach, war durch die Bank weg begeistert - auch wenn das verlorene Finale gegen Leverkusen durchaus wurmte. Denn mit einem Turniersieg hätte sich das Team für das Finale in Berlin qualifiziert - exakt 20 Jahre nach dem letzten Gewinn des DFB-Pokals eben in Berlin (Gladbach siegte 1995 3:0 gegen Wolfsburg). "Klar sind wir enttäuscht, dass es nicht gereicht hat, wir wären gern zum vierten Mal in Folge zum Masters gefahren. Auch wenn das nicht geklappt hat, so war das eine ganz tolle Veranstaltung", sagte Geschäftsführer Peter Wynhoff, der auch schon bei den vergangenen Veranstaltungen in der Dortmunder Westfalenhalle mit dabei war. "Die Stimmung hier in Krefeld war noch besser als die in Dortmund", lobte der 46-Jährige, der gestern über "Ganzkörperschmerzen" klagte. Zwei, drei Tage, so vermutet der Ex-Borusse, wird es dauern, bis die weg sind.

So ganz ohne Blessuren ging das Turnier auch bei anderen nicht ab. Der ehemalige Trainer des KFC Uerdingen und des VfR Fischeln, Uwe Weidemann, der bei den Zebras des MSV Duisburg auflief und zwei Tore beisteuerte, humpelte nach Turnierende durch den Königpalast. "Frag mich morgen besser nicht, wie es mir geht. Man wird halt nicht jünger", kommentierte er dies augenzwinkernd.

(RP)