Frauen des SV Bayer Uerdingen greifen nach dem Wasserball-Titel

Wasserball : Bayer-Frauen greifen wieder nach dem Titel

Die Seidenstadtgirl bestreiten am Sonntag das erste Finalspiel um die deutsche Meisterschaft bei den WF Spandau.

Während die deutschen Fußballfans am Samstag nach Berlin schauen, um das DFB-Pokalfinale zu verfolgen, ist der Blick des SV Bayer Uerdingen gleich an zwei Tagen auf die Bundeshauptstadt gerichtet. Gleich vier Teams der Uerdinger machen sich am kommenden Wochenende vom Waldsee aus auf den Weg in die Hauptstadt. Neben den Damen und dem U12 Team, die beide am Sonntag die Reise antreten, werden auch die Herren am Samstag um 16 Uhr in Berlin vertreten sein. Am Montag folgen dann die Schwimmer.

Für die Bayer-Männer wartet in der Aufstiegsrunde mit der SG Neukölln eine Mannschaft auf die Niederrheiner, die derzeit auf Platz zwei steht. Der SV Bayer rangiert gleich dahinter und hat damit ebenfalls einen Aufstiegsplatz in die Gruppe A inne, da dieses Jahr drei teams aufsteigen. Die Schützlinge von Trainer Milos Sekulic liegen bei einem mehr ausgetragenen Spiel einen Punkt hinter Neukölln auf Platz drei und haben mit einem Sieg an der Spree sogar die Chance die Gastgeber zu überholen. „Wir wollen ein gutes Spiel hinlegen und wenn möglich die nächsten zwei Punkte mitnehmen. Außerdem wird es vielleicht auch für einige Jugendspieler die Chance geben sich erneut zu beweisen.“, sagt Trainer Sekulic. Damit verfolgt er weiter die konsequente Linie des Vereins, vermehrt auf die gute Jugendarbeit zu setzen. Besonders der erfolgreiche Einsatz von Patrick Freisem (Jahrgang 2003) ist hier aus den vergangenen Spielen zu nennen.

24 Stunden später heißt es dann Endspurt für die Seidenstadtgirls. Nach einer zweijährigen durch einen Umbruch bedingten Durststrecke findet sich das neuformierte Team von Trainer George Triantafyllou an gewohnter Stelle wieder: dem Finale um die Deutsche Meisterschaft. Ungefähr die Hälfte der Seidenstadtgirls ist mit dem großen Härtetest Finalspiel vertraut. So holten Helena Kammermeier, Sophia und Julia Eggert sowie Aylin Fry und Ronja Kerßenboom bereits einige Titel an den Waldsee, auch die Deike Schwestern Ira und Gesa gewannen noch vergangene Saison mit dem SV Nikar Heidelberg den Titel. Der große Berg, der jetzt noch zwischen ihnen und dem Titel steht, heißt Wasserfreunde Spandau. Seitdem sich die Berliner im Februar und März mit internationalen Neuzugängen enorm verstärkt hatten ging es steil nach oben. Stand Ende 2018 noch eine Niederlage gegen Hannover auf der Anzeigetafel, so verwiesen sie jetzt mit 16:8 und 28:8 im Halbfinale den gleichen Gegner in die Schranken. Das Team um Trainer Triantafyllou weiß um die Stärke des Gegners. „Die neue Spandauer Mannschaft ist enorm stark. Wir müssen besonders auf unser Umkehrspiel achten und im Angriff die Chancen nutzen, die sich für uns ergeben“, schiebt der Coach vor dem Spiel die Favoritenrolle in die Bundeshauptstadt.

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