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Radsport: Flachlandtiroler über Alpenpässe

Radsport : Flachlandtiroler über Alpenpässe

Am Sonntag findet zum 30. Mal der Radmarathon rund um das Ötztal statt. Neben bekannten Teilnehmern wie Ex-Radrennfahrer Jan Ulrich und Ex-Slalom Weltmeister Frank Wörndl sind mit Dietmar Gebel aus Hüls und Lars Kasigkeit aus Anrath auch Teilnehmer vom Niederrhein mit am Start.

In jedem Jahr versuchen Zehntausende von Radsportbegeisterten, einen der 4000 Startplätze für den Ötztaler Radmarathon zu erhalten, die seit 2008 per Losverfahren vergeben werden. Mit dem Hülser Dietmar Gebel und Lars Kasigkeit aus Anrath sind am Sonntag auch zwei Teilnehmer mit am Start, die einen dieser begehrten Plätze ergattern konnten. Gebel kennt zu gut das Gefühl, nach der 238 Kilometer langen Strecke über die Ziellinie zu fahren. Seit 1985 hat er sich schon 14 Mal der Strecke gestellt, die mit einem Höhenunterschied von 1758 Metern ausgestattet ist. Das letzte Mal ist allerdings schon fünf Jahre her. Nach einer kleinen Auszeit sollte es 2010 eigentlich wieder weitergehen, doch das Losglück war ihm nicht hold. Auch ein Jahr später zog Gebel eine Niete.

Umso mehr freute es ihn, dass er sich zu seinem 53. Geburtstag, den er am Sonntag feiert, wieder der Herausforderung ab Sölden stellen darf. Die Vorbereitung dazu lief nicht nur auf dem Rennrad, sondern auch im Fitnessstudio. Und da hier am flachen Niederrhein bekanntermaßen die Berge fielen wurde das Training auch kurzerhand mal an die Mosel verlegt. Als Radsportfan hat Gebel allerdings auch schon anderweitige Erfahrung in puncto Bergfahrten gemacht. "Ich bin schon so einige Bergetappen der Tour de France nachgefahren. Da war sogar die Königsetappe mit bei. Allerdings bin ich nicht so schnell gefahren wie die Profis", weiss er sich bestens einzuschätzen. Spätestens am Brennerpass wird sich nach seinen Angaben die Spreu vom Weizen trennen. "Die 1759 Höhenmeter am Timmelsjoch werden entscheidend sein. Es gibt wenige Pässe, die so etwas hergeben. Da fangen die Leute an zu heulen, da habe ich selber schon Erfahrung mit gemacht", so Gebel, der sich vorgenommen hat unter 10 Stunden zu bleiben. Das Spektakel,bei dem die ersten 100 ambitionierten Teilnehmer wie Ex-Radrennfahrer Jan Ulrich oder Ex-Slalom Weltmeister Frank Wörndl den Kampf aufnehmen, will sich auch der Anrather Lars Kasigkeit nicht entgehen lassen.

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Der gebürtige Dortmunder, der eigentlich von der Leichtathletik kommt, suchte vor drei Jahren eine neue Herausforderung. "Durch einen Bekannten bin ich 2010 zum Ötztaler Radmarathon gestoßen und habe den auch letztes Jahr mitgemacht", sagt der Radsportfan. Mit dem Training hat er schon im November begonnen, allerdings ohne zu wissen, ob es mit dem Los klappt. Ende Mai war dann mit der letzten Verlosung der Startplatz gesichert, so dass der Trainingsplan noch konsequenter durchgezogen wurde. So ging er neben einem Trainingslager in die Dolomiten auch beim Jedermann-Rennen des "Fleche de Wallonne"-Klassikers an den Start.

Auch ein "Drei Länder Giro" brachte gute Ergebnisse, so dass sich Kasigkeit sicher ist, die Marathonzeit aus dem letzten Jahr zu unterbieten. "Ich werde das Rennen langsam angehen. Der Brennerpass verleitet viel zu schnell zufahren. Vor dem Timmelsjoch hat man drei Pässe in den Beinen und gerade der zehrt neben seinen 1759 Höhenmetern noch mit seiner Länge so ziemlich an den Kräften", sagt Kasigkeit und hofft auf eine erfolgreiche Ankunft

(RP/url)