Fußball Fischeln strebt direkten Wiederaufstieg an

Krefeld · Der Fußball-Landesligist verlängert die Verträge mit Kevin Breuer und Stefan Linser. Trainer Josef Cherfi fordert, dass der Kader noch größer wird. Frischer Wind wehr in der U19 durch Trainer Ronny Kockel.

 Stefan Linser (links) traf diese Saisom im Hinspiel gegen Hilden doppelt. Er bleibt dem VfR erhalten.

Stefan Linser (links) traf diese Saisom im Hinspiel gegen Hilden doppelt. Er bleibt dem VfR erhalten.

Foto: Lammertz

Nach drei erfolgreichen Jahren in der Oberliga ist der VfR Fscheln zurück in der Landesliga und bastelt mit Hochdruck an der neuen Mannschaft. Die Gründe für den Abstieg liegen auf der Hand. Vor allem die hohe Anzahl verletzungsbedingter (Langzeit-)Ausfälle nagten an der Substanz. „In dieser Hinsicht haben wir eine richtige Klatsche bekommen. Das ist in der Häufigkeit schon eine hohe Hausnummer, was wir auch nicht kompensieren konnten“, blickt Trainer Josef Cherfi zurück. Ein weiterer Grund war zweifellos die unzureichende Vorbereitung. Ein Umstand, der für Cherfi und seine Spieler auch Anlass zur Selbstkritik gibt: „Ich glaube, die Spieler haben daraus gelernt. Man merkt ein Umdenken, was das angeht. Was wir sicher auch nicht mehr machen werden, sind Verpflichtungen, die mit einem Risiko behaftet sind, wie bei Verletzungen, so dass Spieler erst später zur Verfügung stehen. Auch da haben wir sicher Fehler gemacht. Das passiert uns sicher nicht nochmal“.

Schwierig gestaltete sich auch die vor einem Jahr euphorsich verkündete Kooperation mit der U19, bei der Cherfi entsprechende Kooperationsbereitschaft vermisste und auch von der Vereinsspitze mehr Unterstzüng erhoffte. In sportlicher Hinsicht ist sich Cherfi sicher, dass durch Ronny Kockel als neuer U19-Coach ein neuer Wind weht: „Da hat der VfR einen richtig guten Griff getan. Wir haben schon diverse Sachen durchgesprochen und sind im regelmäßigen Austausch“. Überhaupt sieht Cherfi der kommenden Saison überaus optimistisch entgegen. Das liegt auch maßgeblich daran, dass Kevin Breuer und Stefan Linser kürzlich bekannt gaben, weiterhin für den VfR aufzulaufen.

„Wir können 14 bis 15 Spieler aus der Oberliga an den Start bringen. Und mit Breuer, Pappas und Machnik verfügen wir über eines der besten Mittelfeldgespanne der Liga. Dazu kommt mit Welky noch ein gestandener Spieler.“ Die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen wieder aufsteigen!“

 Fischelns Spielmacher Kevin Breuer (Nr. 10) bleibt auch in der Landesliga die Schaltzentrale des VfR.  .

Fischelns Spielmacher Kevin Breuer (Nr. 10) bleibt auch in der Landesliga die Schaltzentrale des VfR. .

Foto: Kamp/D. Kamp

Ausschließlich auf gestandene Spieler will man der Kölner Straße aber nicht setzen. Ein Ziel bleibt, junge Spieler weiter zu entwickeln und an höhere Aufgaben heran zu führen. Das gelang schon in der abgelaufenen Saison. Wenn auch zwangsweise, als sich Youngster wie beispielweise Sebastian Görres, Christian Sadlowski und Ganni Wittenberg durch die große Personalnot beweisen mussten. Sie taten es mit Bravour, auch wenn Cherfi sie lieber dosierter eingesetzt hätte. Damit so eine Situation nicht mehr eintritt, legt der VfR-Coach Wert auf einen breitere Ausrichtung seines Kaders: „Unser Kader muss deutlich größer werden. Dazu werden wir neben der Zusammenarbeit mit der U19 auch die 2. Mannschaft mit in das Auffangbecken der 1. Mannschaft nehmen. Die Spieler sollen auch wissen, dass sie im Focus stehen.“

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