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Fußball: Fischeln fehlt es an Qualität

Fußball : Fischeln fehlt es an Qualität

Der VfR Fischeln kassierte beim 1:3 gegen den starken SV Hönnepel-Niedermörmter die dritte Niederlage in Folge. Die große Zahl der Ausfälle von Stammspielern kann der Aufsteiger nicht kompensieren. Mit 17 Jahren debütierte Jan Siebe als jüngster Spieler im VfR-Dress.

Nach der anfänglichen Euphorie kehrt beim VfR Fischeln Woche für Woche mehr Ernüchterung ein. Die Erkenntnis ist bitter aber offensichtlich: Der Aufsteiger kann die lange Liste der Ausfälle wichtiger Stammspieler nicht kompensieren. Das wurde gestern allzu deutlich, denn im Heimspiel gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter kassierte der VfR eine hoch verdiente 1:3 (1:3)-Niederlage. Die dritte Nullnummer in Folge, durch die der VfR auf den 15. Platz abrutscht. Während sich Gäste-Coach Georg Mewes über den ersten Sieg freute und dem Gastgeber höflich eine gute Leistung bescheinigte, sah Fischelns Trainer Josef Cherfi keinen Anlass für Komplimente an seine aktuelle Elf: "Ich habe meine Mannschaft heute nicht so gut gesehen wie mein Kollege. Wir haben durch die vielen Ausfälle momentan einfach nicht die nötige Qualität."

Der VfR sah sich von Beginn an einer willens- und spielstarken Gäste-Offensive gegenüber. Stephan Heller, der durch die Personalnot mit Rückenproblemen in die Partie ging, hatte mit seinen Nebenspielern alle Hände voll zu tun. Sie blieben in vielen Zweikämpfen nur zweiter Sieger. Hellers Nebenmann, Jan Siebe, mit 17 Jahren jüngster Debütant im VfR-Dress, hätte man einen angenehmeren Einstand gewünscht. Schon nach wenigen Minuten lag der VfR hinten, weil Heller André Trienenjost von den Beinen holte und der Gefoulte den fälligen Elfer verwandelte (8.). Viele der folgenden Angriffe der Gäste liefen über deren linke Seite in Person des dynamischen Antreibers Uwe Sokolowski, der sich allerdings auch großer Freiheiten erfreute, weil die rechte Mittelfeldposition des VfR offenbar nur auf dem Papier existierte. Über links file auch das 0:2, als Sokolowski bis zur Grundlinie marschierte und mit einem Rückpass den anstürmenden langen Daniel Bold fand (23.). Hoffnung keimte noch einmal auf, als Sebastian Schulz gut nachsetzte und Onur Özkaya bediente, der Schlussmann Christopher Möllering zum 1:2 überwand (35.). Die Gäste schwammen nun gewaltig, doch das nutzte der VfR nicht aus. Im Gegenteil: Abschlag Möllering, Kopfballverlängerung Bold und Torschuss Trienenjost, so einfach kamen die Gäste zum alles entscheidenden 3:1 (40.). Unterm Strich waren die Gastgeber zur Pause noch gut bedient, denn Till Kohnen zeigte sich zweimal gut auf dem Posten und in einigen Szenen wurde deutlich, warum der SV bisher viele Chancen für einen Treffer benötigte.

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Mit der Hereinnahme von Kevin Sonneveld, der mit einer Schiene spielte und etwas gehemmt wirkte, zog mehr Ordnung in der Breite ein. Insgesamt hatten die Krefelder aber nicht die (spielerischen) Mittel, um die auch von der Körpersprache besseren Gäste in Gefahr zu bringen. Vieles war initial zu durchsichtig oder ohne Durchschlagskraft. Daher war der VfR meist am Sechzehner mit seinem Latein am Ende. Die "Hö-Nies" verwalteten ihren Vorsprung und hätten das Ergebnis gegen Ende der Partie durch Bold (73./85.) sogar noch höher schrauben können.

(RP)