Degenfechten Helen Nekresova gewinnt nach spannendem Finale mit 15:13

Krefeld · Die 36-jährige Trainerin des Fechtclubs Krefeld startet selbst beim 40. Lajos-Csire-Gedächtnisturnier und schlägt Paria Marokh aus Bonn. In fast allen Nachwuchs-Altersklassen erhielten die Aktive des gastgebenden Vereins gut mit.

Helen Nekrasova (mitte) im Gespräch mit einer Fechterin und FCK-Coach Jan Niethen (rechts). Die Ukrainerin gewann die Frauen-Konkurrenz.

Helen Nekrasova (mitte) im Gespräch mit einer Fechterin und FCK-Coach Jan Niethen (rechts). Die Ukrainerin gewann die Frauen-Konkurrenz.

Foto: Mocnk/Mark Mocnik

Der Fechtclub Krefeld ist auch nach der 40. Auflage des Lajos-Csire-Gedächtnisturniers in der Sporthalle des Hannah-Arendt-Gymnasiums ein gern gesehener Gastgeber. Es ging um nicht weniger als die begehrten Punkte für die NRW-Ranglisten in acht Konkurrenzen. Drei Mal schafften es auch die Aktiven aus der Seidenstadt aufs Podest: Helen Nekrasova gewann die Wertung bei den Frauen, jeweils eine Bronzemdaille ließen sich Anni Minhorst (Mädchen U13) und Anton Lukojanov (Jungen U11) bei der Siegerehrung überreichen.

Spannend verlief das Finale der Frauen zwischen der Ukrainerin Helen Nekrasova, die für den FCK antrat, und der Bonnerin Paria Marokh. Die meisten Zuschauer drückten der Lokalmatadorin die Daumen, da sie auch seit einigen Monaten das Trainerteam des FCK verstärkt. Erst in der Schlussphase des Duells setzte sie sich mit zwei Treffern zum 15:13-Sieg von der früheren Nationalmannschafts-Fünfkämpferin aus Bonn ab. Doppelte Freude für die 36-Jährige aus Kiew, die mit ihren beiden Kindern inzwischen in Krefeld lebt: Anni Minhorst, ihr Schützling aus der Trainingsgruppe, holte Bronze im Feld der U13-Mädchen. Sie musste sich nur der Siegerin Maria Lützenkirchen (Bayer Leverkusen) geschlagen geben. Das gleiche Resultat gelang Anton Lukojanov, der lediglich Alexandros Karamitsos (Düsseldorf) und Frey Happe (Leverkusen) den Vortritt lassen musste.

Viktor Mingolla, der Vertreter des Rheinischen Fechterbundes, lobte den ausrichtenden Verein: „Man ahnt die Routine ja bereits, wenn man den Titel des Turniers liest. Aber hier ging an beiden Turniertagen wirklich alles reibungslos über die Bühne.“ Oliver Klostermann, Leiter des Fachbereichs Sport und Sportförderung der Stadt Krefeld, nahm gemeinsam mit Jan Büschgens, dem ersten Vorsitzenden des FCK, am Samstag die Siegerehrung vor. Er sagte: „Dieses Turnier ist von einer sehr familiären Atmosphäre geprägt. Es ist beachtlich, was der Verein hier auf die Beine stellt.“

FCK-Cheftrainer Lajos Csire, der die sportliche Leitung des Vereins nach dem frühen Tod seines gleichnamigen Vaters vor mehr als 40 Jahren übernommen hatte, zog ein zufriedenstellendes Fazit zum Abschneiden der eigenen Aktiven: „Helens Sieg ist natürlich heraus zu heben. Wir haben insgesamt in fast allen Altersklassen gut mithalten können. Bei unseren Jüngsten ist schon wieder das eine oder andere Talant zu erkennen.“

Die weiteren Krefelder Top-12-Ergebnisse: Mädchen, U15: 6. Emely Krahmer, 10 Mariia Nekrasova; Herren: 9. Jakob Brychcy, 11. Ole Veltrup; Jungen, U13: 10. Theo Heitland.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort