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Favoritensterben auf schwerem Geläuf

Galopprennen : Favoritensterben auf schwerem Geläuf

Beim ersten Galopp-Renntag im Stadtwald verhinderte Dauerregen einen besseren Besuch. Jockey Maxim Pecher war der einzige Aktive mit zwei Tagessiegen. Das Hindernisrennen ging nach Polen. Krefelds Panoramica belegte Platz zwei.

Von Peter Kamp

Der erste Krefelder Renntag der Saison 2019 stand wettertechnisch unter keinem glücklichen Stern. Am Morgen ging Dauerregen über Krefeld nieder, den sicher viele Turffans und Familien von ihrem Besuch abhielt. Im Laufe des Renntages, der ungewöhnlich früh begann und bereits gegen 14:30 Uhr zu Ende ging, wechselte das Wetter zwischen kurzen Schauern und sonnigen Perioden.

Im ersten Rennen waren die berühmten Rennfarben des Gestüt Röttgen vorne. Der im Winter in Australien mit viel Erfolg reitende Jockey Martin Seidl verwandelte direkt seinen ersten Auftritt zurück in Deutschland zu einem vollen Erfolg. Eine halbe Stunde später hatte Martin Seidl im Sattel der Lokalmatadorin Panoramica keine Chance, einen weiteren Erfolg zu feiern. Zu überlegen war der Auftritt der Stute Prairie Moonshine, die mit 13 Längen Vorsprung die Ziellinie überquerte. Panoramica holte sich den zweiten Platz. „Das war für den Saisonstart eine sehr gute Leistung. Die Siegerin hatte sieben Kilo weniger im Sattel und war durch die Sandbahnstarts konditionell im Vorteil“, sagte Trainer Mario Hofer.“.

Das zweite Dreijährigen-Rennen des Tages ging in die Niederlande. Der Hengst King wird von Christian J. M. Wolters trainiert und hatte Rene Piechulek im Sattel. Das vierte Rennen wurde ebenfalls von einem Pferd gewonnen, welchen in den Niederlanden trainiert wird. Besitzer und gleichzeitig Trainer des Wallachs Naqdy ist Lucien van der Meulen. Nach hartem Kampf setzte sich Naqdy gegen Henk Grewes Numerion (im Besitz des Tönisvorster Stalles Ramon) und Baroncello durch. Mario Hofers Starter Fair Hurricane mischte lange gut mit, verlor aber durch einen Stolperer Mitte der Zielgeraden entscheidend an Schwung.

Anschließend folgte die Wettchance des Tages mit 15 Startern. Solche Rennen sind so früh im Jahr wahre Rätsel. So war es nicht verwunderlich, dass der Einlauf Sulphur vor Marijanum, Kirem und Knightsbridge Liam nur von einem Wetter in Deutschland richtig getippt wurde. Im sechsten Rennen präsentierten sich mit dem ehemaligen Derbyfavoriten Boscaccio, der 2016 das Union-Rennen (Gruppe II) in Köln gewann und dem Gruppesieger Poldi´s Liebling zwei überdurchschnittliche Galopper. Mit 14:10 Eventualquote war Poldi´s Liebling eindeutig der „Liebling“ der Wetter. Lange sah es auch gut für den „Poldi“ aus, doch bei dem aufgeweichten Boden wurden ihm die 2050 Meter zu lang. 300 Meter vor dem Ziel war er mit seinem Latein am Ende. So gewann Boscaccio vor Cassilero und Damavand.

Zum Abschluss bot der Krefelder Rennclub seinen Besuchern noch ein Hindernisrennen an. Auch hier gab es einen heißen Favoriten, der am Ende mit dem vierten Platz zufrieden sein musste. Wutzelmann kam mit vier Siegen in Folge an den Start. Doch in Führung liegend ging dem Wutzelmann zwischen den letzten beiden Hindernissen eindeutig der „Sprit“ aus und die beiden Gäste aus Polen traten auf den Plan. Die Stute Inferna hatte bereits 2016 genau dieses Rennen bei schwerem Boden gewonnen und wiederholte jetzt diesen Erfolg. Auf den Plätzen folgten Zuckerprinz und ihr Trainingsgefährte Arizona Star. Da hat sich die weite Anreise von Trainer Adam Suchorzewski aus Polen wahrlich gelohnt.