1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld
  4. Sport

Lokalsport: Erstarkte Schiefbahner fahren zum Aufstiegskandidaten

Lokalsport : Erstarkte Schiefbahner fahren zum Aufstiegskandidaten

Fußball: SV St. Tönis gewinnt bei Waldniel II. Anrath, St. Hubert und BV Union Krefeld sind beim Wochenspieltag zum Siegen verdammt.

Damit war nicht unbedingt zu rechnen: Der SV St. Tönis gewann gestern Abend seine vorgezogene Partie bei der Zweiten des SC Waldniel, die zuletzt gut drauf war, deutlich mit 4:1 (0:0) und kann es sich mittlerweile im Mittelfeld bequem machen. Gut 20 Minuten allerdings brauchte die Dünwald-Auswahl, um im Spiel zu sein. In der zweiten Hälfte lief es dann wie am Schnürchen, und Maiko Becker (54.), Nils van Afferden (58.), wieder Becker (78.) und ein Eigentor von Kristel Tsabola Mbambu (81.) beseitigten alle Zweifel. Da war das Waldnieler 1:4 von Marius Strunk nur noch ein Schönheitsfehler (90.).

Insgesamt steht die Englische Woche, bei der heute sechs Partien auf dem Terminkalender stehen (Donnerstag dann noch zwei), ganz im Zeichen des Abstiegs, denn dreimal stehen sich direkte Kontrahenten gegenüber. So in Anrath, wo sich die dortige Viktoria kaum noch daran erinnern kann, wann zuletzt gewonnen wurde. Mit Borussia Oedt kommt nun ein Gegner, bei dem es in der zweiten Saisonhälfte auch nicht mehr läuft, zumal die Personaldecke zuletzt arg dünn war. Für das Spiel in der Donkkampfbahn kann Trainer Marc Eichberg aber wieder mit Keeper Sven-Uwe Locke planen, der seine gelb-rote Karte abgebrummt hat. Sonnenklar wie das Wetter sind die Ausgangslagen: Nur wenn die Kempers-Auswahl endlich mal wieder als Gewinner den Kunstrasen verlässt, ist wieder alles drin. Im Umkehrschluss würde das für die Gäste bedeuten, dass sie dann auch zu den Abstiegskandidaten zu zählen sind.

Nicht anders ist das bei Neuling St. Hubert, wenn die Krefelder Viktoria, die sich mit kleinen leisen Schritten hinten etwas Luft verschafft hat, aufkreuzt. Beide trennen zu Gunsten des Marnett-Teams fünf Punkte, was sich auf den ersten Blick respektabel anhört, wenn nicht verloren wird.

Als neues Schlusslicht grüßt seit Sonntag der BV Union Krefeld. Eine Entwicklung, die für Kenner der Szene abzusehen war. Jetzt kommt der TSV Bockum, der sich durchaus gesteigert hat, auch wenn er zuletzt gleich ein halbes Dutzend bekam, an den Reinersweg. Wenn dann nicht der Knoten endlich platzt, ist der Traditionsverein schon so gut wie in der B-Klasse angekommen. Der TSV seinerseits könnte durch einen "Dreier" den Anschluss ans Mittelfeld herstellen.

Zu den erfolgreichsten Teams der Rückrunde gehört der SC Schiefbahn. Mit dem Bewusstsein sollten die Rothosen auch beim Tabellenzweiten TSV Kaldenkirchen nicht chancenlos sein. Auf einen Ausrutscher der Grenzler hofft der Dülkener FC, der als Dritter noch gut im Rennen liegt. Allerdings muss er erst seine Aufgabe gegen die Fischelner Zweite lösen, was nach Lage der Dinge aber kein Problem sein sollte. Das gilt genauso für Spitzenreiter Hülser SV, der die nachlassende Zweite aus Amern empfängt.

Tore am Fließband produziert aktuell der SV Vorst. In der Tat hat er eine Anzahl guter Offensivkräfte, um die ihn die Konkurrenz nur beneiden kann. Beste Voraussetzung also, um die Hinsbecker, die in 2017 einen optimalen Lauf haben, zu stoppen. Erst morgen, wie auch bei Union, wird die Auseinandersetzung in Gellep gegen Preussen Krefeld angepfiffen. Nimmt der geneigte Betrachter die letzten Resultate als Maßstab, gibt es in diesem Derby keinen Favoriten. Das Hinspiel gewann der Neuling mit 1:0.

(RP)