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Emma Tappert träumt von Olympia 2028

Turnen : Emma Tappert träumt von Olympia 2028

Die elfjährige Turnerin des Fischelner Sportvereins ist dieses Jahr in den Bundesstützpunkt berufen worden. Seit dem vierten Lebensjahr hat sich die Bockumerin dem Turnen verschrieben.

(F.L.) 2020 ist kein einfaches Jahr für die Krefelder Sportler gewesen, denn Corona zwang viele Bereiche ihren Betrieb einzustellen. Umso überraschender war es, dass mit Emma Tappert und Catalina Santos Moran Diaz vom Fischelner Sportverein zwei Turnerinnen für den Bundeskader 2021 nominiert wurden. Während Catalina Santos-Moran Diaz schon länger am Bundesstützpunkt in Stuttgart trainiert ist die Nominierung für die elfjährige Emma Tappert ein wichtiger Schritt in Richtung ihres großen Zieles, das da heißt Olympia 2028.

Seit dem vierten Lebensjahr hat sich die Bockumerin dem Turnen verschrieben. „Wir hatten damals geguckt wo Emma am besten turnen kann und da bot sich der Fischelner SV auch von den Zeiten für uns prima an“, sagt ihr Vater Alexander Tappert, dessen Tochter sich in diesem Verein sofort wohl fühlte. Die Anfänge mit Handstand waren kein Problem, alles was die Trainer ihr zeigten machte sie gerne. „Allerdings will sie immer alles sofort können und dann ist sie manchmal etwas ungeduldig“, hatte Alexander Tappert am Anfang das Gefühl, das es Emma beim Turnen doch nicht so gefällt. Doch aufgeben war nicht ihr Fall, das Training dreimal die Woche wurde gerne genutzt.

In der Altersklasse sieben wird beim FSV die Spreu vom Weizen getrennt, die Trainer erkannten das Talent von Emma und rieten ihr den Weg in Richtung Leistungssport einzuschlagen. „Wir haben als Eltern dann gefragt, ob Emma das auch möchte“, erzählt Tappert. Das Training wurde anstrengender, was blieb war die Ungeduld. „Mein erster Wettkampf war mit fünf beim Hochdahl-Cup, verrät Emma, bei der sich schnell zeigte, dass sie auch eine Altersklasse höher mithalten kann. Ebenfalls in Hochdahl stand sie zum ersten Mal bei einem Wettkampf ganz oben auf dem Podest in der AK 7. Unterstützt von ihrer Trainerin Saskia Berger erkämpfte sie sich von Erfolg zu Erfolg. Dabei geht es auch mal quer durch Deutschland. Egal ob die Geräte Barren und Balken oder Sprung und Bodentanz, Emma hat da keine speziellen Vorlieben. In diesem Jahr gab es im Frühjahr nur drei Wettkämpfe, nach Absprachen mit den Trainern und den Leistungen aus dem Vorjahr kam Anfang Dezember die Mitteilung, dass Emma im kommenden Jahr zum Bundeskader ihrer Altersklasse gehört. „Wir haben natürlich drauf gehofft, zumal Emma 2019 eine keine Durststrecke hatte“, fügt Alexander Tappert hinzu. Emma trainiert weiter im Stützpunkt Fischeln, muss aber auch zweimal im Monat nach Frankfurt zu Lehrgängen am Bundesstützpunkt, die dann auch mal unter der Woche stattfinden. Für die Schülerin am Ricarda-Huch-Gymnasium kein Problem, die Schulleitung unterstützt das Turntalent zu hundert Prozent. „Die Schule sagt , dass sie Emma so gut wie sie können unterstützen. Und wenn es schulisch Probleme gibt kommen sie auf uns zu“, sagt Tappert weiter.

Das es bis Ende des Jahres keine weiteren Wettkämpfe mehr gab, sondern nur Training angesagt war, wurmt Emma schon etwas. „Ich habe für zu Hause Kraftübungen von meiner Trainerin geschickt bekommen“ erklärt Emma, die im heimischen Garten dank einer sechs Meter langen Turnmatte weiter trainierte, ohne von ihren Eltern unter Druck gesetzt zu werden.