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Eishockey-Weltstar zu Gast beim CHTC

Hockey : Eishockey-Weltstar zu Gast beim CHTC

Leon Draisaitl, Eishockey-Nationalspieler und einer der besten Spieler der Welt, war am Mittwoch beim Pro-League-Spiel Deutschland gegen Belgien zu Gast. Er erlebte eine derbe 0:8-Pleite für das DHB Team um Niklas Wellen.

Hoher Besuch beehrte am Mittwochabend die Hockeyanlage des CHTC an der Hüttenallee: Leon Draisaitl, der wohl beste deutsche Eishockeyspieler aller Zeiten und zumindest mit Abstand erfolgreichste DEB-Akteur in der NHL, der besten Liga der Welt, gab sich die Ehre. Dabei ist Draisaitl nicht nur jenseits des „großen Teiches“ erfolgreich – er war in der vergangenen Saison mit 50 Saisontoren zweitbester Torjäger und mit 105 Punkten viertbester Scorer der Liga –, er feierte auch in der Nationalmannschaft große Erfolge und war beispielsweise bei der Weltmeisterschaft im Mai mit acht Zählern aus ebenso vielen Spielen der beste Punkte- und Torjäger des DEB-Teams.

Kurz gesagt: Leon Draisaitl ist spätestens seit diesem Jahr ein echter Weltstar und auf dem besten Wege, eine ähnliche Karriere hinzulegen, wie Basketballer Dirk Nowitzki. Doch was treibt ihn ausgerechnet zur Hockey Pro-League in Krefeld? „Meine Schwester ist die Freundin von Niklas Wellen. Er hat mich schon mehrfach in Edmonton besucht und jetzt ist es halt ein Gegenbesuch und ich feuere heute ihn und seine Mannschaft an“, lautet die sehr einfache Antwort des sehr umgänglichen gebürtigen Kölners, dessen Vater Peter bereits lange Jahre das deutsche Nationaltrikot trug.

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Die Anfeuerung für die Honamas, die deutsche Herrennationalmannschaft allerdings zeitigte nicht eben große Erfolge. Das Team um Niklas Wellen nämlich holte sich gegen Weltmeister Belgien eine derbe 0:8-Pleite ab. Dabei hatte es eigentlich sehr gut für das deutsche Team begonnen. Wellen selbst hatte nach tollem Solo die Chance auf die Führung. Wenig später dann eine Hereingabe von der linken Seite, die unmittelbar vor dem belgischen Tor aus der Luft direkt zur vermeintlichen Führung verwandelt wurde. Doch der Jubel der Schwarz-Weißen verebbte schnell. Die Schiedsrichter bemühten den Videobeweis und erkannten auf Foul und damit Freischlag für die Gäste.

Die Szene schien einen Bruch im Spiel der bis dahin guten Deutschen zu bewirken, denn fortan dominierte der Favorit aus dem Nachbarland. Nach einer Ecke fiel, durchaus nicht unhaltbar, die Führung für den Weltmeister. Fortan klappte bei diesem alles und bei den Gastgebern gar nichts mehr. Am Ende stand die derbe Pleite, die in der Pro-League die Chancen aufs Finalturnier deutlich schrumpfen lässt und damit ein unrühmlicher Höhepunkt für die Pro-League-Spiele in Krefeld. Ihren Abschluss finden diese für die Männer mit dem Spiel gegen Australien am Sonntag (14.30 Uhr).

Besser hingegen lief es für die deutschen Damen. Das Team siegte durch zwei späte Tore mit 2:1, ebenfalls gegen Belgien. Den Siegtreffer erzielte Pia Maertens vier Minuten vor dem Ende. „Der Ball rollte die Linie entlang und ich musste ihn nur noch hinüber drücken“, beschreibt die junge Duisburgerin die Situation. Unter dem Strich steht ihr Team nun sehr gut da. Aus den letzten beiden Spielen gegen Australien (So. 14 Uhr, CHTC-Gelände) und in den USA reicht ein Punkt, um sich aus eigener Kraft für das Grand Final zu qualifizieren.

Wenigstens mit den Damen konnte Draisaitl also jubeln, während sein Schwager in Spe ihm eher wenig Freude zu bereiten vermochte. Mit besagten Spielen gegen Australien am Sonntag findet die Pro-League in Krefeld nun ihren Abschluss.