Ein Dänish Dynamite steht im Tor der HSG Krefeld

Handball : Ein Dänish Dynamite steht im Tor der HSG Krefeld

Der Däne Frederik Stammer wechselte vom Drittligisten Northeimer HC in die Seidenstadt, um hier in seiner Karriere den nächsten Schritt zu machen.

Frederik Stammer hatte es als einer von vier ausländischen Neuzugängen beim Zweitligisten HSG Krefeld am leichtesten sprachlich schnell Kontakt zu seinen neuen Teamkollegen zu finden, denn der 1,89 Meter große Däne spricht sehr gut Deutsch. Vom SUS Nyborg wechselte der heute 23-Jährige einst zum Northeimer HC, der in der vergangenen Saison Gegner der HSG Krefeld war und dort dem damaligen HSG-Trainer Ronny Rogawska auffiel.

„Ich hab dann irgendwann einen Anruf aus Krefeld bekommen“, erzählt der Däne, der sich danach mit der Philosophie des Zweitligaaufsteigers beschäftigte. „Ich bin zwar in Northeim gut aufgenommen und integriert worden, aber bei dem Angebot eines ambitionierten Vereins überlegt man nicht lange den nächsten Schritt zu machen“, sagt er weiter. Viel von Krefeld hat er noch nicht gesehen. „Ich habe einen Job bei einem unserer Hauptsponsoren, hinzu kommt das tägliche Training. Da bleibt nicht viel Zeit sich umzusehen. Aber ich weiß inzwischen schon wo ich einkaufen kann“, sagt er mit einem Augenzwinkern, dass ja noch Zeit genug ist die Stadt mal näher kennenzulernen. Derzeit gilt für ihn erst einmal die volle Konzentration dem Training. Auch nach der deutlichen 19:40-Niederlage im ersten Testspiel gegen TuSEM Essen sah Stammer noch keine großen Bedenken, dass sein Schritt nach Krefeld zu wechseln falsch war. „Wir wussten von vorne rein, dass wir bei sieben Neuzugängen erst einmal zusammenwachsen müssen“, gibt Stammer die derzeitige Situation des HSG-Kaders wieder. „Deutsch zu sprechen ist sicherlich ein Vorteil. Das bekommen wir schon hin“, sagt er weiter. Und das er mit Paul Keutmann und Norman Toth zwei teaminterne Konkurrenten hat, sieht er - wie Dänen zumeist sind - etwas locker. „Klar sind wir drei Konkurrenten, aber wir sind auch ein Team und da hilft man untereinander halt aus. Wenn es bei mir nicht so läuft und ich auf der Bank sitze, dann unterstütze ich halt meine Kollegen von außen“, gibt er sich loyal. Aber wenn Stammer in Fahrt kommt, dann explodiert er zu meist.

„In Northeim habe ich deswegen auch den Spitznamen Danish Dynamite bekommen“, kommt es prompt aus ihm heraus. Die Gegner will er mit seinen schnellen Reflexen den Schneid abkaufen und nach Abwehr der Angriffe den Ball möglichst schnell nach vorne bringen. „Frederick ist sehr ehrgeizig und engagiert. Zusätzlich bringt er als Däne immer gute Stimmung in die Kabine. Er hat sein Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft“, sagt Co-Trainer Felix Linden über den neuen Torwart. Und was sagt Stammer angesprochen auf Krefeld? „Gegen Essen waren gut 300 Zuschauer bei einem Testspiel da. Das war schon beeindruckend, wie wir da unterstützt wurden. Wenn wir als Mannschaft unsere Hausaufgaben machen, dann werden wir eine super Saison hinlegen“, verspricht er. Und wer weiß, wenn das Danish Dynamite explodiert, dann wird mit Sicherheit auch die Stimmung in der Glockenspitzhalle kochen. Die nächste Aufgabe ist erst einmal am Samstag ein Turnier beim HC Bevo, der in der BENE-League spielt.