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Lokalsport: Dubas Rezept: Abwarten und gewinnen

Lokalsport : Dubas Rezept: Abwarten und gewinnen

Eishockey: Der Torwart der Pinguine ist sicher, dass die Mannschaft heute beim Auswärtsspiel in Iserlohn mit einer defensiven Spielweise zum Erfolg kommen wird. Welche Spieler zur Verfügung stehen, war gestern noch nicht klar.

Nicht gerade optimal war gestern bei den Pinguinen die Vorbereitung auf das heutige Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters (erstes Bully um 19.30 Uhr). Beim Training in der Rheinlandhalle fehlten Akteure, die Rick Adduono für das kleine Westderby am Seilersee eingeplant hat. Kyle Sonnenburg klagte am Sonntagabend wieder über Knieprobleme und wurde gestern genau untersucht.

Auch Norman Hauner fehlte wegen einer Verstauchung der Hand. "Er konnte den Schläger am Sonntag kaum festhalten. Ich hoffe, bis morgen geht das wieder", sagte der Coach. Ob Martin Schymainski, den eine Erkältung plagt, auflaufen kann, ist ebenfalls fraglich. "Notfalls müssen wir mit neun Stürmern auskommen", sagte Adduono. Neben dem gesperrten Istvan Sofron fehlen weiter Andreas Driendl, der gestern Geburtstag feierte (29), Colin Long, Christian Kretschmann und Josh Meyers.

Mit den Roosters aus dem Sauerland haben die Pinguine noch eine lange Rechnung offen. Denn Iserlohn ist die einzige Mannschaft, gegen die es für die Krefelder in dieser Saison noch nichts zu holen gab (2:4, 1:4, 2:4). "Ich hoffe, die Roosters erwischen morgen nicht noch einmal so einen Sahnetag wie in den bisherigen drei Duellen gegen uns", sagte Adduono.

Der Coach setzt heute auf die Defensive: "Wir haben im Januar bisher nicht viel zugelassen. Wenn uns das wieder gelingt, haben wir eine Chance." Das hofft auch Tomas Duba. Der Torwart analysierte gestern nach dem Training die drei Saisonniederlagen gegen die Roosters: "Wir wollten immer das Spiel machen und damit zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Iserlohn hat abgewartet und die Tore geschossen. Diesmal müssen wir abwarten, dann werden wir gewinnen."

Duba ist in dieser Saison die Lebensversicherung der Pinguine. Ohne ihn wäre der Play-off-Zug an der Westparkstraße schon abgefahren. "Wir brauchen mindestens noch sechs Siege. Dann sind wir dabei", sagte er gestern. Ein Vorteil sei es, dass noch sechs oder vielleicht sieben Teams am Ende Elfter sein könnten.

Dass seine beiden Iserlohner Kollegen Lange und Dshunussow in den drei vergangenen Spielen insgesamt 20 Gegentore bei den Niederlagen ihres Teams kassierten, ist für Duba heute kein Vorteil: "Oft zeigt ein Torwart nach so einer Phase eine Topleistung." Personell sind die Roosters nicht minder gebeutelt als die Pinguine. Bei ihrer 4:9-Klatsche am Sonntag im Hamburg fehlte gleich ein komplettes Stamm-Quartett. Darauf reagierte die sportliche Leitung gestern mit der Verpflichtung eines kanadischen Stürmers.

Von den South Carolina Stingrays wechselt der 22 Jahre alte Cody Sylvester an den Seilersee, der heute gegen die Pinguine zünden soll. Er unterzeichnete nach seiner Ankunft am Mittag einen Vertrag für den Rest der Spielzeit. "Cody ist ein Spieler, der seine Ausbildung in der WHL genossen hat und dort als überdurchschnittlicher Akteur aufgefallen ist. Insgesamt wird in der Liga Eishockey auf sehr gutem Niveau gespielt.

Beweis dafür sind auch Brent Raedeke und vor allem auch Brooks Macek, mit dem Cody in Calgary eine sehr erfolgreiche Zeit hatte", begründet Manager Karsten Mende seine Entscheidung für den jungen Nachwuchsstürmer. Da Stürmer Brodie Dupont seine Strafe abgesessen hat, will Trainer Jari Pasanen vier Angriffsformationen aufbieten.

(RP)