Lokalsport: Drei Weltmeisterschaften in Krefeld

Lokalsport: Drei Weltmeisterschaften in Krefeld

Hockey: Von kommenden Donnerstag an ermitteln die Hockey-Masters in den Horkesgath-Hallen ihre Weltmeister. Die Veranstaltung gab es weltweit noch nie, genauso wenig wie ein offizielles Masters-Länderspiel in der Halle.

Am kommenden Donnerstag, 2. Februar, wird in Krefeld ein Stück Hockey-Geschichte geschrieben. Die Seidenstadt ist von dann an bis zum folgenden Sonntag, 4. Februar, Gastgeber der allerersten Hallen-Weltmeisterschaft der Hockey-Masters unter dem Dach des Welthockey-Verbandes FIH überhaupt. Und wenn am Donnerstag in der Sporthalle Horkesgath das erste Spiel dieser Weltmeisterschaft angepfiffen wird, so ist diese eine weitere Weltpremiere: Ein Hockey-Länderspiel in der Halle zwischen zwei Masters-Teams hat es bislang auch noch nicht gegeben. Deutschland ist mit insgesamt sechs Teams in drei Kategorien bei dem Turnier am Start - und zählt auch zu den Titelfavoriten.

Masters - das sind, um mal den Vergleich mit dem Fußball heranzuziehen, quasi die "Alten Herren" des Hockeysports. Oh, und natürlich auch die "Alten Damen", sofern man das denn sagen darf, ohne dafür gleich eine gefühlte Ohrfeige zu bekommen. Jedenfalls wird bei der WM in drei Altersklassen gespielt, bei den Herren in der Klasse der Über 40- und Über 50-Jährigen und bei den Damen bei den Über 40-Jährigen. Bei den Damen sollte ebenfalls in der nächst höheren Altersklasse gespielt werden, aber da gab's nur drei Meldungen, und da hätte eine Weltmeisterschaft nur wenig Sinn gemacht.

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Los geht's jedenfalls am Donnerstag ab 8.30 Uhr, und gleich zum Auftakt spielt Deutschlands Ü40, die sich German Eagles nennt und in der Krefelds Olympiasieger Klaus Michler mitspielt, gegen die Ü45, die sich Ü45 nennt, vom früheren Krefelder Co-Trainer Frank Staegemann betreut wird und in der die Ex-CHTCler Martin Kalda im Tor und Michael Dittmar im Feld spielen werden. Außerdem sind noch sieben weitere ehemalige CHTC-Akteure für Deutschland mit dabei: Michael Struthoff (Ü40 Eagles), Arno Metzer, Jan Laukötter, Tim Niehues sowie CHTC-Vorsitzender Dirk Wellen (Ü50) und Johannes Püttmann und Holger Kassebaum (Ü50 Eagles). Bei den beiden Damen-Mannschaften sind keine Krefelder Spielerinnen am Start. Bis zum Sonntag steigen die Wettkämpfe in den beiden Sporthallen an der Horkesgath. 26 Teams aus zehn Nationen haben gemeldet: acht bei den Damen, 18 bei den Herren. Rund 420 Sportler und Betreuer der einzelnen Nationen werden erwartet, 24 Schiedsrichter sind im Einsatz - die weiteste Anreise haben die Mannschaften aus den USA. Weitere teilnehmende Nationen sind Dänemark, England, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, Schweiz und Ungarn. Gespielt wird übrigens nach den internationalen Hockeyregeln, das heißt zum Beispiel, dass ein Spiel zwei mal 20 Minuten dauert statt wie in Deutschland üblich zwei mal 30. Bis zu 24 Spiele werden an den ersten Turniertagen ausgetragen; die Halbfinals sind für Samstag, die Endspiele für den Sonntag geplant.

"Angedacht ist, dass diese WM jetzt zur festen Einrichtung wird, die alle zwei Jahre ausgetragen wird", sagt Dirk Wellen, der als Chairman der Veranstaltung fungiert. Er war es auch, der ziemlich maßgeblichen Anteil daran hatte, dass es das Turnier überhaupt gibt. "2006 gab es schon mal eine Masters-WM, aber eben keine offizielle, sondern eine im Rahmenprogramm zur WM in Mönchengladbach mit 17 Teams. 2014 bei der WM in Rotterdam sind die Pläne dann ernster geworden, und wir haben erste entsprechende Kontakte geknüpft. Und jetzt feiern wir eben die Premiere."

(RP)
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