Drei EM-Titel für Krefelds Ruderer

Ruder-Europameisterschaft : Drei EM-Titel für Krefelds Ruderer

Bei den Ruder-Europameisterschaften in Luzern holten Michaela Staelberg, Jonathan Rommelmann und Laurits Follert in ihren Booten den Titel, Marc Leske wurde Zehnter. Follert bleibt damit erst einmal im Deutschland-Achter.

Besser hätten die Europameisterschaften für die Starter des Crefelder Ruderclubs kaum laufen können: Vier Krefelder waren angetreten, drei von ihnen kehrten mit einer Goldmedaille zurück vom Rotsee im schweizerischen Luzern: Michaela Staelberg, Jonathan Rommelmann und Laurits Follert holten in ihren Booten den Titel, Marc Leske komplettierte als Zehnter das gute Abschneiden.

Jonathan Rommelmann eröffnete den Goldreigen mit Partner Jason Osbourne aus Mainz. Auf den ersten 500 Metern führten sie im Finale mit einer halben Bootslänge, diesen Vorsprung konnten sie erst einmal verwalten, dann kamen die Italiener auf. Bug an Bug ging es auf die letzten 500 Meter. Dann setzte Rommelmann zu einem beeindrucken Schlussspurt an und sicherte sich so den EM-Titel. „Das ist mehr als wir uns erträumt haben. Wir wussten aufgrund unserer Trainingseindrücke, dass wir relativ schnell fahren können, aber zu was das hier am Ende reichen würde, wussten wir im Vorfeld auch nicht. Als wir gemerkt haben, dass die Italiener Druck machen, kam halt ein Kommando und da waren wir uns beide einig, die Italiener lassen wir heute nicht mehr vor. Und das hat gut funktioniert“, sagte Rommelmann. Ohne Niederlage ruderte das Duo zum Titel, Vorlauf und Halbfinale gewannen sie auch.

Dann gings weiter mit Michaela Staelberg im Vierer. Zusammen mit Julia Lier aus Halle, die 2016 Olympiasiegerin in dieser Bootsklasse wurde, Franziska Kampmann aus Waltrop und Frieda Hämmerling aus Kiel, gelang dem Quartett ein Husarenritt. Favorisiert waren die Weltmeisterinnen aus Polen, die auch am schnellsten aus dem Startblock kamen. Auf der zweiten Teilstrecke schob sich das deutsche Quartett am Boot aus Polen vorbei und übernahm die Führung. Mit 40 Schlägen pro Minute erkämpften sich die Athletinnen von Bundestrainer Marcin Witkowski auf den letzten Metern die Goldmedaille vor den Niederlanden und der Ukraine. „Ich bin überglücklich, endlich einmal oben auf dem Treppchen. Es war ein fantastisches Rennen und hat richtig Spaß gemacht, gerade weil wir alles geben konnten“, sprudelt es aus „Gold-Michi“ heraus.

Traditionell den Abschluss einer jeden Regatta bildet der Achter. Das schnellste Rennen mit beeindruckender Kulisse. So auch für den jungen CRC-Ruderer Laurits Follert, der zusammen mit Johannes Weißenfeld/Herdecke, Jakob Schneider/Essen, Torben Johannesen/Hamburg, Christopher Reinhardt/Dorsten, Malte Jakschik/Rauxel, Richard Schmidt/Trier, Schlagmann Hannes Ocik/Schwerin und Steuermann Martin Sauer/Berlin den Deutschland-Achter bildet. Mit einem Bugkasten Vorsprung auf das Team aus Großbritannien holte der Achter das siebte EM-Gold in Folge. „Das war ein geiles Rennen. Ich komme auf der für mich ungewohnten Position im Bug immer besser zurecht „, sagte ein strahlender Follert, der weiter im Flaggschiff des DRV bleiben wird und den zweiten Worldcup in drei Wochen in Poznan/Polen anstreben.

rudern. Foto: Rommelmann

Das perfekte Ergebnis der CRC Ruderer rundete Marc Leske ab, der zusammen mit Anton Braun/Berlin im B-Finale des Zweiers ohne Steuermann den vierten Rang belegt. „Wir hatten uns im Vorfeld einen 9. oder 10. Platz ausgerechnet, jetzt sind wir Zehnter – also Ziel erreicht. Das Rennen heute lief besser als der Hoffnungslauf und das Halbfinale. Wir wissen jetzt, wo wir noch Reserven haben und werden daran bis zum Weltcup in Poznan arbeiten“, sagte Leske nach dem Rennen.

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