Die Vorster Handballer sind abgestiegen

Handball : Die Vorster Handballer sind abgestiegen

Trotz der beiden Siege in der Relegation geht es in die Landesliga. Vielleicht gibt es am Grünen Tisch noch eine Rettung.

Das Wochenende stand für die Handballer des TV Vorst ganz im Zeichen zwischen Hoffen und Bangen. Am Ende blieb der Mannschaft von Trainer Dominique Junkers nur Ernüchterung. Seit dem frühen Samstagabend ist es amtlich – die Grün-Weißen müssen den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Und dies trotz des zweiten Erfolgs in der Verbandsliga-Relegation gegen DJK Unitas Haan II. Die unübersichtliche und diskutable Situation im Kampf um den Aufstieg in die Dritte Liga besiegelte letztendlich das Vorster Schicksal. Da der MTV Rheinwacht Dinslaken in der zweiten Qualifikationsrunde an Kirchzell und Bad Neustadt scheiterte, wird es in der Verbandsliga einen vermehrten Abstieg geben. Dementsprechend waren die beiden letzten Partien der Vorster samt dem jüngsten 23:21 (12:7) Rückspiel-Sieg im Nachhinein reine Makulatur. Zumindest vorerst. Ein weiteres Szenario hält den Grün-Weißen ein Hintertürchen offen. Ab der kommenden Woche tritt Dinslaken in einer zusätzlichen Runde gegen Stralsund an und würde sich im Falle eines Erfolges den Aufstieg sichern, sofern ein bereits für die Dritte Liga qualifiziertes Team keine Lizenz erhalten sollte. „Es wirkt alles sehr konfus und teilweise nur schwer nachvollziehbar. Für uns ist es natürlich besonders frustrierend, da wir in der Relegation bravourös unsere Hausaufgaben erledigt haben“, bedauerte Junkers.

Gemeinsam mit ihren Anhängern machten sich die Vorster am Samstag auf den Weg nach Haan und präsentierten sich nach einer nervösen Anfangsphase erneut kampf- und abwehrstark. „Das ist schon paradox. Wären wir in der gesamten Saison mit so einer Leidenschaft aufgetreten wie in der Relegation, hätten wir uns diesen ganzen Nervenkrieg ersparen können“, erklärte der Übungsleiter beim Rückblick auf die vergangenen Monate, in denen die Vorster vor allem in den ersten zehn Partien mitunter weit weg von ihrem normalen Niveau waren. Durch den Aufstieg der zweiten Mannschaft werden in der kommenden Spielzeit nun zwei Vertreter in der Landesliga an den Start gehen. Voraussichtlich die Erste in der Gruppe eins und die Zweite in Gruppe vier. Da es in Vorst traditionell schwierig ist, externe Spieler zu akquirieren, wartet in den nächsten Wochen reichlich Arbeit auf die Verantwortlichen und ihren neuen Trainer Samir Muratoglu.

TV Vorst: Beurskens, D. Kohnen – Bröxkes (2), Müller (1), J.Nilles (1), Stelzhammer (9), M. Schuffelen (2), Elbers (4), Kohnen (1), Dohmen (2), Imoehl, Recker, Sufryd, Mertens (1)

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