Die HSG Krefeld will im Rückspiel bei Empor Rostock den Aufstieg klarmachen.

Handball dritte Liga : Eagles fahren optimistisch nach Rostock

Im entscheidenden Rückspiel um den Aufstieg erwartet Trainer Ronny Rogawska ein weiteres von guter Defensive geprägtes Spiel. Er will aber mehr Tore schießen, als im Hinspiel. Im Siegfall wird Montag Nachmittag gefeiert.

Der Optimismus in Reihen der HSG Krefeld vor dem Rückspiel in der Aufstiegsrelegation beim HC Empor Rostock ist spürbar. „Wir fahren nach Rostock, um zu gewinnen. Am Besten mit zwei Toren. Wir wollen aber auch mehr Tore schießen, als die 24, die Rostock hier gemacht hat. Dann reicht auch ein einfacher Sieg mit einem Tor“, gibt Trainer Ronny Rogawska das Ziel vor und verströmt dabei durchaus Selbstvertrauen.

„Bei uns haben einige Jungs im Hinspiel nicht ihre allerbeste Leistung gebracht und können noch ein paar Prozent zulegen. Ich denke, wir haben noch Potential. Ob das für Rostock auch gilt, bleibt abzuwarten“, fährt der Däne fort. Er spricht dabei vor allem den Rückraum an. Hier können Spieler wie Toptorjäger Kevin Christopher Brüren, David Hansen oder Tim Gentges noch mehr, als sie im Hinspiel offensiv gezeigt haben. „Defensiv war das schon richtig hohes Niveau. Von beiden Teams. Bei uns hat vor allem der Mittelblock hervorragend funktioniert. Aber auch alle anderen Jungs waren voll dabei. Ein Sonderlob geht aber an Jonas Vonnahme und Damian Janus“, sagt Rogawska.

Ähnlich kompakt aber agierte auch Rostock. Entsprechend schwer war es für Marcel Görden, sich am Kreis in Szene zu setzen. Zumeist hingen zwei, oft drei, Gegner sofort an ihm. Trotzdem traf der Kapitän zweimal. Dennoch: Der Schlüssel zum Sieg im Rückspiel liegt eher nicht am Kreis, sondern auf Außen und in einer Leistungssteigerung aus dem Rückraum. Und in einer Minimierung der eigenen Fehler. „Das war im Hinspiel das Kernproblem. Am Ende haben wir ein paar ungenaue Pässe ins Aus gespielt. Das hat uns letztlich den Sieg gekostet. Rostock hat weniger Fehler gemacht und das war die Entscheidung. Aber so fehlerfrei müssen sie auch erst einmal wieder spielen“, verrät der Trainer Details aus seiner Analyse.

Klar ist aber auch: Auch die Eagles müssen zunächst gerade in der Defensive eine ähnlich starke Leistung abrufen, wie im Hinspiel. Dazu gehört auch eine weitere Topleistung von Torwart Max Jäger, der, sollten die Krefelder den Aufstieg klarmachen, sein letztes Spiel in Schwarz-Gelb absolviert. Er wird das Team bekanntlich im Sommer verlassen. Falls es am Sonntag nicht reichen sollte, kämen noch zwei weitere Partien hinzu. Gegner wäre dann vermutlich Konstanz. Die Mannschaft um Tom Wolf, der mit HSG-Mitstammverein Adler Königshof vor zwei Jahren in die Nordrheinliga aufgestiegen war, hatte im Hinspiel in Einsenach recht klar mit 25:30 verloren.

Daran aber will in Krefeld niemand denken. „Nein, über Konstanz oder Eisenach denken wir nicht nach. Die Arbeit, die wir ins Heimspiel gegen Rostock gesteckt haben, reicht uns erstmal. Am Montag wollen wir nicht über Kartenverkauf reden, sondern feiern“, sagt Eagles-Geschäftsführer Thomas Wirtz lachend. Zu besagter Feier gibt es unterdessen noch keine fixen Daten. „Wenn wir aufsteigen wird es am Montag etwas geben. Termin wird 17 Uhr sein. Alles weitere gäben wir bekannt, sobald alles klar ist“, fährt Wirtz fort.

Der Optimismus, der aus diesen Worten unterschwellig herauszuhören ist, zieht sich durch alle Etagen. Der Druck, so sagen Verantwortliche und Spieler unisono, liegt jetzt bei Rostok. „Wir können doch nur gewinnen. Und wir fahren nach Rostock um genau das zu tun“, befindet Rogawska. Pessimismus hört sich anders an.

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