Die HSG Krefeld tritt Samstag in Altjührden an. Der Ausfall von Torwart Nippes schmerzt.

Handball Dritte Liga : Eagles schauen nach Nippes-Schock nach vorn

Handball-Drittligist HSG Krefeld reist am Samstag nach Altjührden. Dort ist der Spitzenreiter natürlich auch Favorit. 

In dieser Woche beherrschten Themen abseits des Feldes die HSG Krefeld. Nachdem der Abgang von Erik Hampel zum Stammverein Adler Königshof vermeldet worden war, folgte die Diagnose der Verletzung von Torwart Stefan Nippes. „Ich hatte auf vielleicht einen Monat Pause gehofft. Dass es jetzt voraussichtlich drei sind, tut schon weh. Vor allem auch, weil Nippi richtig gut drauf war“, sagt Trainer Ronny Rogawska. Gleichzeitig aber zeigt er großes Vertrauen in seine beiden verbleibenden Torhüter Max Jäger und Paul Keutmann. „Dafür haben wir ja drei Torhüter im Kader. Paul hat gezeigt, dass er ein sehr guter Drittligatorwart ist und wird nun seine Einsatzzeiten bekommen. Ich beabsichtige aber die Rotation beizubehalten, so dass nun beide ihre Einsätze erhalten“, sagt der Trainer. Er habe Nippes nach der Operation, bei der sich zeigte, dass das Kreuzband unbeschädigt ist, gesagt, er solle sich Zeit lassen. „Natürlich hoffen wir, dass er vielleicht zu einer möglichen Relegation wieder fit ist. Aber er soll nichts überstürzen.“ Diesen Rat gab der Coach auch Abwehrspieler Damian Janus. Bei ihm verläuft die Reha besser als vermutet.

Im Falle von Erik Hampel sieht Rogawska nur Gewinner. „Wir haben ihn verpflichtet, weil sowohl bei Henrik Schiffmann, als auch bei Philipp Liesebach nicht klar war, ob und wann sie fit werden. Jetzt sind wir auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum jeweils doppelt besetzt. Da blieb für Erik nicht viel Spielzeit. Er hat außerdem angedeutet, dass es bei ihm wegen seiner Ausbildung zeitlich eng werden könnte. So ist es für ihn besser, die Adler bekommen einen starken Spieler und wir haben keinen Spieler, der nicht spielt.“

Am Samstag (19.30 Uhr) bei der SG/VTB Altjührden mahnt der Trainer volle Konzentration an. „Vor Weihnachten haben die SGSH Dragons dort mit acht Toren verloren. Unterschätzen dürfen wir Altjührden also nicht“, sagt er. Der Tabellen-14. tue derzeit alles, um die Klasse zu halten. „Sie haben in Andre Seefeld einen starken Torwart wieder reaktiviert und sind seit drei Spielen ungeschlagen“, sagt Rogawska. „Wenn wir unsere Leistung abrufen, werden wir gewinnen. Wenn nicht, wird es schwer.“

Nicht nur für den Kopf möchte er die 17 Spiele dauernde Siegesserie fortführen. Auch die Punkte können Gold wert sein. Verfolger Schalksmühle verlor nicht nur in Altjührden, sondern zeigt sich seit der Niederlage im Spitzenspiel in Krefeld nicht mehr so souverän. So könnte die HSG ihre Führung weiter ausbauen.

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