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Die HSG Krefeld besiegte den TuS Vollmetal mit starker Leistung von Torwart Paul Keutmann

Handball Dritte Liga : Keutmanns Premierensieg als Nummer Eins

Der junge Schlussmann war der beste Spieler beim verdienten 29:24 gegen den TuS Volmetal.

Zum zweiten Mal in seiner Karriere begann der junge Torwart Paul Keutmann ein Spiel in der Dritten Liga auf dem Feld. Vor Wochenfrist in Northeim hatte es noch eine Niederlage gesetzt, an der Keutmann allerdings schuldlos war. Im Heimspiel gegen den TuS Volmetal allerdings war es so weit: Er feierte beim 29:24 (12:10) seinen ersten Sieg als Starter in der dritten Liga. Dieser fiel ihm vor 709 Zuschauern auch keineswegs in den Schoß, im Gegenteil. Der 24-Jährige war gerade zu Spielbeginn und anfangs der zweiten Halbzeit mehrfach mit starken Paraden zur Stelle und gab der zum Start nach zuvor zwei Niederlagen doch spürbar verunsicherten Mannschaft die nötige Sicherheit.

So kamen die Eagles nach rund zehn Minuten immer besser ins Spiel und setzten sich zunächst auf drei Tore ab. Offensiv zeigte sich der vor dem Spiel aufgrund einer Erkältung fragliche Max Zimmermann zunächst abschlussstark von Außen, leistete sich aber im weiteren Spielverlauf auch einige Fehlwürfe. Besonders ragte aber Eagles-Toptorjäger Kevin-Christopher Brüren zu Beginn heraus. Er erzielte fünf der ersten acht Tore. Insgesamt aber blieben die Gastgeber im Torabschluss zu unpräzise. Diese hatte Trainer Ronny Rogawska bereits in den Auswärtsspielen in Altjührden und Northeim kritisiert. So ließen sie den Gast immer wieder herankommen und das Spiel blieb zur Halbzeit mit 12:10 für die Eagles eng. Trainer Ronny Rogawska war mit dem Auftritt bis dahin nicht ganz zufrieden. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und hatten unkonzentrierte Pässe. Das hat mir nicht gefallen“, sagte er.

Nach dem Seitenwechsel vernagelte Keutmann das Tor geradezu und im Angriff agierten die Hausherren konsequenter. So zogen sie bis zur 40. Minute auf 19:11 davon. Sie ließen den abstiegsbedrohten Gast jetzt kaum noch zu Torerfolgen kommen und generierten Balleroberungen. So erzielte dann folgerichtig Karl Roosna in der 44. Minute die zehn-Tore-Führung (22:12) im Tempogegenstoß. Trainer Rogawska wechselte jetzt durch und gab den Spielern, die sonst weniger zum Zug kommen, Einsatzzeiten. Das sorgte für einige Abstimmungsprobleme und die ganz große Dominanz ging streckenweise verloren. Auch die Abwehr griff nicht mehr so konsequent zu und so verstanden es die Gäste, nun etwas häufiger zu treffen und zumindest die Marke von 20 Toren zu übertreffen. Am Ende stand dennoch ein standesgemäßer und nie gefährdeter 29:24-Erfolg für die Eagles, die damit ihre kurze Krise beendeten. Auch, wenn zum Ende hin nach den Wechseln zu viele Würfe vergeben wurden, blieben nur zwei Spieler (Lars Jagieniak und Jonas Vonnahme) ohne Torerfolg. Keutmann wurde für seinen starken Auftritt zum Premierensieg auch zum Spieler des Spiels erkoren. „Das freut mich sehr für ihn. Er hat wirklich gut gespielt. Ich hatte den Plan, viel zu wechseln und alle ins Boot zu nehmen. Das hat sehr gut funktioniert“, sagte Trainer Rogawska, der in dem Spiel einen wichtigen Schritt zurück zu alter Stärke sieht und den kommenden Aufgaben optimistisch entgegen blickt.

HSG: Jäger, Keutmann – Schiffmann (1), Woestmann (1), Hansen (1), Goerden (2), Roosna (5), Vonnahme, Gentges (3), Kuhfuß (1), Liesebach (1), Zimmermann (4), Ciupinski (1), Brüren (9/3), Jagieniak.