Die Adler-Frauen unterliegen gegen Walsum-Aldenrade. Trotzdem ist der Aufstieg möglich.

Handball Oberliga Damen : Adler-Frauen fürchten Aufstieg und verlieren

Der Sprung von der Handball-Oberliga in die Nordrheinliga ist sehr hoch und auch kostspielig.

(svs) Zwei Spiele hatten die Damen der Adler Königshof am Wochenende. Am Donnerstag stand das Nachholspiel in Witzhelden auf dem Programm, am Samstag empfingen sie den TV Walsum-Aldenrade. Während sie beim Fünften in Witzhelden beim 21:21 (10:13) einen Punkt holten, unterlagen sie dem neuen Tabellenführer Walsum-Aldenrade denkbar knapp mit 18:19 (10:13). Trotz nur einem Punkt aus den beiden Spielen bleibt das Team aber in der Spitzengruppe der Oberliga und liegt nur drei Punkte hinter Rang eins. Hätten sie das Samstag-Spiel gewonnen, würden sie vom Platz an der Sonne grüßen.

Dieser würde zum Aufstieg in die Nordrheinliga berechtigen. Der wiederum wäre eine große Herausforderung für den Verein. Sportlich ist der Sprung zwischen den Ligen enorm. „Man muss sich nur mal GSG Duisburg ansehen. Die sind im Sommer mit großem Vorsprung aufgestiegen und haben jetzt keine Chance“, sagt Adler-Trainerin Maike Lauffs. Tatsächlich waren die Duisburgerinnen in der Vorsaison mit sieben Punkten Vorsprung Meister der Oberliga geworden, warten in der höheren Klasse aber noch auf den ersten Zähler. Trotzdem sagt Lauffs: „Wir wollen unsere Spiele gewinnen und so hoch wie möglich stehen. Wenn wir Erster werden, würden wir auch gern ausprobieren, wie es oben läuft.“ Ihren Spielerinnen traut sie das Entwicklungspotential auch zu. „Wir haben eine gute, junge Mannschaft, die noch einiges erreichen kann“, sagt sie.

Doch auch wirtschaftlich wäre ein Aufstieg schwierig. „Die Kosten würden natürlich steigen“, sagt der Vorsitzende Hans Krüppel, der aber sofort hinzufügt: „Trotzdem würden wir es den Mädels ermöglichen. Da kenne ich unseren Verein.“ Außerdem glaubt er, dass die Mannschaft aus sich heraus Möglichkeiten finden würde. „Das ist so eine tolle, engagierte Mannschaft, dass sie auch selbst Sponsoren suchen würden. Das tun sie heute schon für Trainingslager und so weiter. Wir würden ihnen niemals Steine in den Weg legen“, sagt Krüppel, der auch festhält, dass im 100-Jährigen Adler-Jubiläum ein Aufstieg auch positiv wäre. Die Herausforderung wäre aber ohne Frage groß. Das Ziel des Vereins lautet daher keineswegs „Aufstieg“. Alle sind sich einig, dass mindestens ein weiteres Jahr Oberliga sportlich wie wirtschaftlich gut täte. Die Herausforderung würden aber Team und Verein nicht scheuen. Trotzdem: Der Schmerz über die Samstag-Niederlage hält sich perspektivisch durchaus in Grenzen.