Fußball Der Abstieg des VfR Fischeln ist perfekt

Oberliga · Der VfR Fischeln kann nun auch rechnerisch nicht mehr die Klasse halten. Bei 1:2 gegen den Tabellenzweiten TuRU Düsseldorf verkauften sich die Krefelder aber ordentlich. Trainer Josef Cherfi war mit dem Nachwuchs zufrieden.

 Fischelns Dauerläufer Kevin Sonneveld (li.) scheitert zweimal am Düsseldorfer Schlussmann Jonas Agen, der zuvor einen Schuss von Niklas Mertens (Hintergrund) abklatschen ließ. TuRu-Spieler Damian Kandora (weißes Trikot) konnte nicht eingeifen.

Fischelns Dauerläufer Kevin Sonneveld (li.) scheitert zweimal am Düsseldorfer Schlussmann Jonas Agen, der zuvor einen Schuss von Niklas Mertens (Hintergrund) abklatschen ließ. TuRu-Spieler Damian Kandora (weißes Trikot) konnte nicht eingeifen.

Foto: Lothar Strücken

Der Abstieg des VfR Fischeln ist besiegelt, denn nach der gestrigen 1:2 (1:2)-Niederlage gegen TuRU Düsseldorf ist für die Krefelder auch rechnerisch das Kapitel Oberliga beendet. Doch damit hatten sich alle Beteiligten ja seit geraumer Zeit bereits angefreundet. So lag der Fokus von Trainer Josef Cherfi einmal mehr darauf, sich vernünftig zu verabschieden und junge Spieler zu testen. In beiderlei Hinsicht gab es nichts zu meckern. Denn der VfR bot im Rahmen seiner Möglichkeiten eine engagierte, teils gute Partie, und die Nachwuchs-Garde wusste Cherfi mit Blick auf die Landesliga durchaus zu überzeugen: "Mit der Leistung der Mannschaft kann ich zufrieden sein, wenn man das nach einer Niederlage sagen kann. Und jeder von jungen Spielern hat sich ordentlich präsentiert."

Die Begegnung ging munter los, denn VfR-Keeper Maurice Jansen verhinderte mit einer akrobatischen Parade den Rückstand durch Javier Lopez-Torres (3.). Fast im Gegenzug prüfte Niklas Mertens TuRU-Schlussmann Jonas Agen, und Kevin Sonneveld kam nach dem Abpraller zweimal nicht an Agen vorbei (4.). So erfrischend ging es in hohem Tempo weiter. Denn die Gäste machten durchaus ernst, und der körperlich unterlegene VfR spielte recht gut mit. Das änderte sich, nachdem die Gäste durch einen Kopfball von Nicols Wigger in Führung gingen, als Jansen zu spät reagierte (15.). Beim VfR riss der Faden. Der Tabellenzweite wurde dominanter und erspielte sich gute Möglichkeiten, weil der VfR ihm zu viel Raum bot. So spazierte Engin Cicem fast von der Mittellinie ungehindert Richtung VfR-Tor und tanzte auch noch Jansen zum 0:2 aus (22.). Bei den Gastgebern blieb es bei guten Ansätzen in der Offensivarbeit. Nur zweimal kamen sie gefährlich vor den TuRU-Kasten. Dabei gelang ihnen der schönste Treffer des Tages. Kevin Breuer bewies ein gutes Auge, spielte steil auf Sven Kegel, der wiederum quer auf den einschussbereiten Niklas Mertens passte (36.). Kurz danach konnte Agen eine Breuer-Schuss nur Abklatschen, fasste aber rechtzeitig vor dem heran stürmenden Philipp Alker nach (39.). Dazwischen setzte sich Jansen noch einmal in Szene, als er einen mit Effet getretenen Schuss von Cicem um den Pfosten lenkte (37.).

In der zweiten Halbzeit waren Chancen Mangelware. Der VfR machte die Räume wieder eng und legte dadurch das Kombinationsspiel der Gäste lahm. Bis auf eine Fußabwehr gegen Cicem hatte Jansen nicht mehr viel zu tun (52.). Erst in der Schlussphase kamTuRU noch zu zwei guten Chancen. Einmal parierte Jansen prächtig (79.), einmal blockte Niklas Mertens in höchster Not (88.). Der VfR tat sich nach vorne auch schwer, verschaffte sich aber aufgrund der nach der Pause vorhandenen Spielanteile und angesichts des knappen Rückstands Respekt beim Gegner. Der Ausgleich war auch noch drin. Semih Eergin kam einen Schritt zu spät (66.), Sonneveld fehlten bei seinem Abschluss nur Zentimeter (73.).

(RP)