Handball: Deftige Niederlage für die HSG bei Spitzenreiter Ferndorf

Handball : Deftige Niederlage für die HSG bei Spitzenreiter Ferndorf

Handball: Die Krefelder gingen mit 27:41 beim Aufstiegsanwärter unter. Trainer Olaf Mast nahm seinen Torhüter in Schutz.

Dass die HSG Krefeld ihre Partie beim souveränen Spitzenreiter TuS Ferndorf nicht werde gewinnen können, war eigentlich jedem im Vorfeld klar. Überraschend war dann aber die Höhe der Niederlage. 41:27 (21:15) stand am Ende auf dem Spielberichtsbogen. Durch diese erneute Niederlage, der bereits sechsten im Jahr 2015, rutschte die HSG in der Tabelle auf Platz fünf ab. Allmählich droht auch das neben dem Verteidigen des zur Winterpause belegten dritten Tabellenplatzes angestrebte zweite Saisonziel, das Erreichen des sechsten Tabellenplatzes, der die Berechtigung zur Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DHB-Pokal bedeuten würde, in Gefahr zu geraten.

"Ich denke, dass Ferndorf in unserer jetzigen Situation mindestens eine, wenn nicht gar zwei Nummern zu groß war", sagte HSG-Trainer Olaf Mast und stellte sich damit klar hinter seine Mannschaft. Beim Spitzenreiter musste er auf Rückraumspieler Mirko Szymanowicz verzichten und auch wenn der immer noch kranke Torwart Philipp Ruch auf der Bank saß, zwischen den Pfosten stand die gesamten 60 Minuten Nils Thorben Schmidt aus Adlers Oberligateam. "Trotz der mehr als 40 Gegentore, mache ich die Niederlage ausdrücklich nicht an ihm fest", sagte Mast unmittelbar nach der Partie. Auch führte Mast nach der Partie ein langes Gespräch mit dem 22-Jährigen.

In Ferndorf vermochte die HSG mit dem übermächtigen Gegner lediglich in der Anfangsphase mitzuhalten. 6:6-Unentschieden stand es nach achteinhalb Spielminuten. Dann legte der angehende Zweitligist einen kurzen Zwischenspurt hin und zog auf 10:6 davon. Mast zog eine Auszeit und änderte - wie auch später noch das ein oder andere Mal - die Deckungsvariante. Letztendlich fruchteten alle Maßnahmen nicht. Bereits zur Halbzeit hatte Ferndorf mit 21:15 eine beruhigende Führung heraus geworfen.

Auch eine starke Leistung von Tim Gentges - der Mittelmann erzielte zehn Treffer - vermochte das Blatt nicht zu wenden. Beinahe nach Belieben erhöhte der Ligenprimus in Hälfte zwei, führte in der Spitze gar mit einer Differenz von 15 Toren. Bester Werfer bei Ferndorf war mit ebenfalls zehn Toren Alexander Koke - darunter acht verwandelte Strafwürfe. Während der frühere Uerdinger Heider Thomas vier Tore erzielte, kam der Ex-HSG-Spieler Niklas Weis nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder zum Einsatz.

Für die HSG Krefeld ist das kommende Wochenende nun spielfrei - in der jetzigen Situation ist das vielleicht sogar genau das richtige. Die eigentlich vorgesehene Heimpartie gegen Korschenbroich wurde bereits vor Weihnachten absolviert. "Und dann folgen die richtungsweisenden Partien gegen die Zweitvertretungen von Minden und Gummersbach", blickt Mast schon einmal voraus.

(RP)
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