Das erste Finale für die Eagles

Handball : Das erste Finale für die Eagles

Die HSG Krefeld empfängt am Abend um 19 Uhr den HC Empor Rostock zum ersten Relegationsspiel. Die Eagles können in Bestbesetzung antreten, alle Spieler sind fit.

(svs) Der Countdown läuft, die HSG Krefeld fiebert der Relegation gegen Empor Rostock entgegen. Vor einer proppevollen Glockenspitzhalle steht die Mannschaft von Ronny Rogawska vor der bislang größten Aufgabe der Vereinsgeschichte. „Jetzt sind es Spiele, die schon auf Zweitliganiveau sind. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben und müssen geduldig sein. Einfache Tore, wie wir sie unter der Saison hin und wieder erzielt haben, wird es in diesem Spiel vermutlich nicht geben“, blickt der Däne auf das richtungweisende Heimspiel.

Ein Erfolg wäre auch deshalb wichtig, weil Rostock, wie auch die Eagles, in der gesamten Saison keinen Punkt in heimischer Halle abgab und auch den großen Konkurrenten um die Nordmeisterschaft, Eintracht Hildesheim, mit 31:21 nach Hause schickte. Rogawska sieht den Schlüssel vor allem in der Defensive. „Ich glaube, die Abwehr könnte den Ausschlag geben. Aber es kann natürlich auch immer sein, dass sich das Spiel ganz anders entwickelt. Aber klar, Abwehr und Torhüter sind in solchen Spielen meist entscheidend“, befindet er. 

Die Krefelder jedenfalls gehen mit vollem Kader in das Spiel. „Wir haben alle Mann an Bord. Es gibt einige kleine Blessuren, aber jeder Spieler ist einsatzbereit“, freut sich der HSG-Trainer über die Bestbesetzung im entscheidenden Moment. Welcher Spieler am Ende nicht zum Einsatz kommt, hat er noch nicht entschieden. „Ich werde einige Jungs auf Abruf auf den Spielbericht setzen und dann einsetzen, wenn sie gebraucht werden. Am Ende kann es immer ganz schnell gehen. Eine Verletzung und schon ist jemand, der zunächst draußen saß, ganz wichtig“, erläutert der Übungsleiter. 

Die Spannung jedenfalls ist im Training bereits spürbar. Die Mannschaft versprüht eine Mischung aus Vorfreude, Optimismus und Anspannung. Rogawska geht davon aus, dass die Spieler spätestens am Nachmittag in den oft zitierten „Tunnel“ eintauchen. Mit den 2500 Besuchern, die zum Spiel erwartet werden, im Rücken erwarten die Krefelder eine tolle Atmosphäre. Allerdings wird auch eine große Gruppe von der Ostsee ihr Team begleiten. Die Anfeuerung wird sich also nicht allein auf die Schwarz-Gelben beschränken. Auch deshalb verspricht das Spiel, ebenso wie das Rückspiel in einer Woche in Rostock, der ultimative Test für die HSG zu werden.

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