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Daniel Neustädter ist der Königstransfer von Teutonia St. Tönis

Fußball : Daniel Neustädter ist Teutonias Königstransfer

Er ist zwar noch nicht in Top-Form, aber seine Qualitäten sind hinlänglich bekannt. Der Fußball-Oberligist angelte sich den Defensivspieler, dessen Bruder am Niederrhein schon für Furore gesorgt hat.

Er ist fraglos der Königstransfer von Teutonia St. Tönis. Gemeint ist Daniel Neustädter, dem beim Fußball-Oberligisten, und das haben die bisherigen Spiele schon deutlich gezeigt – auf der Sechs als Einzelkämpfer oder der Doppelsechs –, eine wichtige Rolle zufällt. Mehr als nur interessant ist sein bisheriger fußballerischer Weg. Seine Familie stammt ursprünglich aus Kara-Balta in Kirgistan, das damals noch der Sowjetunion angehörte. Vater Peter und Bruder Roman, der in der Bundesliga für Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach am Ball war, spielten in der Ukraine für Dnepropetrovsk. Roman nahm übrigens 2016 die russische Staatsbürgerschaft an, wodurch er zum EM-Kader der Nationalmannschaft gehörte.

Daniel wurde in Mainz geboren, wo er auch in der U17 kickte. Die nächste Station war, und der 26-Jährige hat in seiner noch jungen Karriere schon bei einigen Clubs gespielt, der 1. FC Kaiserslautern. Vom Betzenberg ging es dann zur U19 von Twente Enschede. Rot-Weiß Oberhausen oder Wattenscheid 09 stehen ebenso auf seiner Agenda, wie ein Abstecher in die USA. Es folgten drei Jahre beim 1. FC Bocholt, wobei die Coronasaisons für ihn, dessen BWL-Studium in den letzten Zügen liegt, zum Vergessen waren. Eine Knöchelstauchung, im Pokal gegen den 1. FC Kleve in letzter Minute erlitten (und die an seinem starken linken Fuß), wurde nach mehreren MRTs zu einer unendlichen Geschichte. So lief seine Zeit in Bocholt ab und die Teutonia-Macher schlugen zu. Sehr zur Freude von Trainer Bekim Kastrati. „Daniel ist fraglos ein erfahrener und flexibel einsetzbarer Spieler, der uns absolut helfen wird“, urteilt der Coach. „Wir müssen aber noch etwas Geduld haben, weil durch die lange Coronapause und der vorherigen Verletzung noch etwas Nachholbedarf besteht. Aber er ist immer da und hängt sich voll rein.“

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Beim 9:4 (3:1)-Schützenfest beim SV Genc Osman Duisburg, der vergangene Saison im unteren Tabellendrittel landete, kam er nach dem Seitenwechsel als Innenverteidiger – auch eine Position, die er gut ausfüllen kann – zum Zug. Teutonia-Trainer Bekim Kastrati setzte dabei gleich 20 Spieler ein. Neben Urlauber Ioannis Alexiou, dem gesperrten Samed Yesil und dem verletzten Dominik Dohmen fehlten alle drei etatmäßigen Keeper. Für sie standen Tobias Honacker und Tim Hildebrandt von der Zweiten je eine Halbzeit im Kasten; und sie machten ihre Sache respektabel. Minsung Kim (8.), der neben Kevin Breuer auffällige Brian Dollen (31.) und Kanta Seki (45.) trafen im ersten Durchgang. Malik Cakmakci (49./67.), Luca Esposito (65.), Burhan Sahin (72./84.) und ein Selbsttor (59.) zeichneten für den Treffersegen im zweiten Abschnitt verantwortlich. Justin Bock (1:2), Emre Onur (2:4) und Samed Basol (90.) waren für die Gastgeber erfolgreich.