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Daniel Altmaier kratzt an den Top 50

Vierter Sieg auf der Challenger-Tour : Daniel Altmaier kratzt an den Top 50

Der Tennisprofi aus St. Hubert gewann in Heilbronn sein viertes Challenger-Turnier und rückte als nun zweitbester Spieler in Deutschland in der Weltrangliste auf Rang 54 vor. Diese Woche startet er beim ATP-Turnier in Lyon.

Auf dem roten Sand der deutschen Tennisplätze fühlt sich Daniel Altmaier sichtlich wohl. In Heilbronn gewann der Profi aus St. Hubert am Wochenende auf der mit 850 Zuschauern restlos ausverkauften Tennisanlage am Trappensee bereits sein drittes Challenger-Turnier auf deutschem Boden und das vierte seiner Karriere. Aber damit nicht genug. Der 23- Jährige ist nun hinter Alexander Zwerev die Nummer 2 Deutschlands. „Ich bin unheimlich glücklich, dass ich den Titel beim Neckar-Cup holen konnte. Mir tut es einfach gut, in Deutschland zu spielen, was meine Bilanz der letzten vier deutschen Turniere zeigt, in denen ich 17 Siege bei nur einer Niederlage feiern konnte“, sagte Altmaier nach seinem Sieg im Finale gegen den Slowaken Andrej Martin.

Der St. Huberter war beim Turnier in Heilbronn an Nummer 1 gesetzt. Mit Siegen über den Argentinier Facundo Mena (6:2, 6:3), den Franzosen Constans Lestienne (6:1, 6:4) und den Argentinier Thiago Tirante (6:3, 6:2) erreichte er souverän das Halbfinale. Dort stieß er beim Duell gegen den Kolumbianer Daniel Elahi Galán auf mehr Gegenwehr und setzte sich erst nach drei Sätzen mit 6:3, 2:6, 6:4 durch.

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Im Finale sah es für Altmaier zunächst nicht nach einem Turniersieg aus. Den ersten Satz verlor er mit 3:6. Martin gelang im sechsten Spiel das erste Break, was die Vorentscheidung in diesem Durchgang bedeutete. Auch im zweiten Durchgang lag er mit 1:3 zurück und Martin hatte bereits zwei Spielbälle zum 4:1. Nach einem weiteren Break zur 4:3-Fhrung gab Altmaier dann das Heft nicht mehr aus der Hand. Bei Martin ließen in seinem achten Match innerhalb von sieben Tagen die Kräfte deutlich nach. „Als ich im zweiten Satz mit dem Rücken zur Wand stand, musste ich mir selbst einen lautstarken Wake-Up-Call verpassen, der mir geholfen hat, das Match zu drehen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich aggressiver gespielt und nicht mehr auf Fehler meines Gegners gewartet“, sagte er nach seinem Sieg im Interview mit dem Online-Portal „tennisnet“.

Auf die große Abschlussfeier in Heilbronn verzichtete Altmaier, weil er sich optimal auf das ATP-Turnier in Lyon vorbereiten will. Dort trifft er am Dienstag in der ersten Runde auf den Argentinier Federico Coria, die Nummer 59 der Welt. Der St. Huberter ist durch seinen Sieg beim Neckar-Cup in der Weltrangliste auf Rang 54 vorgerückt und kratzt nun an den Top 50. Von den Challenger-Turnieren hat er sich vorläufig verabschiedet. Nach dem Turnier in Lyon geht es zu den French Open nach Paris.

Dort sorgte Altmaier 2020 bei seinem Grand-Slam-Debüt für Furore und ging als erfolgreichster Qualifikant seit 1986 in die Annalen von Roland-Garros ein. Erst im Achtelfinale musste er sich dem Spanier Pablo Correna Busta mit 2:6, 5:7, 2:6 auf dem Court Phillipe-Chartier geschlagen geben.

Vom roten Sand geht es für ihn dann weiter auf Gras. Denn er plant zur Vorbereitung auf das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon die Teilnahme an verschiedenen Turnieren auf Gras. Die hiesigen Fans von Altmaier können ihn wahrscheinlich wieder live erleben, wenn er für den Gladbacher HTC in der Bundesliga aufschlängt.