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Daniel Altmaier bezwingt auch Struff

Die nächste Überraschnung : Altmaier bezwingt auch Struff

Der junge Tennisprofi aus St. Hubert sorgt in Paris weiter für Furore und bezwang im rein deutschen Duell Jan-Lennard Struff in drei Sätzen. Für den 22-jährigen ging ein „kleiner Traum“ in Erfüllung.

(lus) Der Siegeszug von Daniel Altmaier bei den French Open fand am Donnerstag auf Court 13 von Roland Garros eine grandiose Fortsetzung. Im rein deutschen Duell bezwang der 22-jährige Tennisprofi aus St. Hubert die Nummer 30 der Welt Jan-Lennard Struff mit 6:3, 7:6, 6:3. Der Außenseiter zeigte gegen die deutsche Nummer zwei von Beginn an eine couragierte und fast fehlerlose Leistung. Während Struff ein bisschen gehemmt wirkte, spielte Altmaier unbekümmert drauflos. Nach 40 Minuten sicherte er sich den ersten Satz gegen Struff, für den er im Alter von 14 Jahren noch als Trainingspartner fungiert hatte.

Im zweiten Durchgang schien Struff etwas besser ins Spiel zu finden. Der Warsteiner schaffte ein frühes Break und hatte die Partie nun im Griff. Doch als er beim Stand von 5:4 zum Satzgewinn aufschlug, gab er selbst sein Service ab und verlor den Satz im Tiebreak. Nun war Altmaier nicht mehr zu stoppen.

„Ein kleiner Traum geht in Erfüllung, endlich hier zu sein. In der dritten Runde zu stehen, bedeutet mehr sehr viel. Mein Team und ich haben für diesem Moment sehr hart gearbeitet und wollen hier noch viele Jahre spielen. Ich bin natürlich sehr zufrieden, wie es heute gelaufen ist. Ich wusste von Anfang an, das wird ein sehr mentales Spiel. Ich habe versucht, mich in seine Lage zu versetzen. Alle sprechen darüber, er ist der Favorit, er muss das Match gewinnen, er steht auf 30 in der Welt“, sagte Altmaier nach dem Sieg im TV-Interview bei Eurosport. Er habe schon beim Einschlagen eine hohe Intensivität gespürt: „Allerdings hatte ich in den ersten beiden Sätzen auch nicht das beste Gefühl. Aber ich habe gefightet und versucht auszustrahlen, dass ich mich gut fühle. Im dritten Satz hat man dann gesehen, dass ich mein Tennis gefunden habe.“ Tennis-Legende Boris Becker, Experte und Co-Kommentator bei Eurosport, fand gut, wie Altmaier mit dem bislang größten Erfolg seiner Karriere umging. „Es gefällt mir, dass er demütig bleibt“, sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger.

In Runde drei trifft Altmaier auf den Südafrikaner Harris (ATP 90) oder den Italiener Matteo Berrettini, die Nummer 8 der Welt. Ein Preisgeld in Höhe von 84 000 Euro ist ihm schon sicher. Und er wird in der Weltrangliste, wo er derzeit auf Rang 186 steht, einen großen Sprung nach vorne machen.