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Crefelder HTC kämpft in Nürnberg um den Klassenerhalt

Hockey : CHTC kämpft in Nürnberg um den Klassenerhalt

Fünf Spieler des Hockey-Bundesligisten sind wieder rechtzeitig fit, um im Abstiegskampf zu helfen. Die Damen des CHTC hingegen treten zum Auftakt der Bundesliga-Aufstiegsrunde in Bonn an.

Nach einer schwachen Rückrunde in der Hockey-Bundesliga geht es in dem kommenden Partien gegen Nürnberg für den Crefelder HTC um alles. Am Samstag um 12 Uhr steigt das erste der maximal drei Play-down-Spiele, in denen es um den Klassenerhalt geht. Das Hinspiel findet beim schwächer platzierten Team und somit in Nürnberg statt, dem Sechsten der Gruppe B. Das Rückspiel steigt am 1. Mai in Krefeld. Sollte nach den beiden Duellen jedes Team einmal gewonnen haben, so kommt es am 2. Mai zum Entscheidungsspiel auf der Gerd-Wellen Anlage. Sollte es nach 60 Minuten unentschieden stehen, so fällt die Entscheidung im Shoot Out. „Dieser Modus verspricht große Spannung, da das Torverhältnis egal ist und es somit kein taktieren gibt“, sagt Team-Managerin Perdita Michler. Trainer Ronan Gormley, dessen Team verletzungsgeplagt ist, kann ein wenig aufatmen: Linus Michler, Neal Glassey, Tom Schneider, Janick Eschler und Mats Hedemann sind wieder einsatzbereit. Abwehrstratege Julius Breucker laboriert noch an einem Handbruch.

„Nürnberg ist ein sehr kampfstarkes Team, das den eigenen, nicht ganz einfachen Platz gut kennt und nicht aufgeben wird. Aber wir schauen auf uns und wollen unsere Stärken auf den Platz bringen. Dazu müssen wir defensiv stabiler stehen und im Kreis abgezockter bleiben,“ sagt Gormley. Die Krefelder haben zuletzt 2011 bewiesen, dass sie auch im Kampf um den Klassenerhalt die Nerven behalten können.

Die Franken sind in der Gesamtwertung das schwächste Team. Sie werden ehemalige Leistungsträger reaktivieren. So scheint ein Einsatz der ehemaligen Nationalspieler Christopher Wesley, der 2012 in London Olympiasieger wurde, und Abwehrchef Maximilian Müller, der gleich zwei olympische Goldmedaillen gewann, wahrscheinlich. Gemeinsam haben sie 350 Länderspiele absolviert.

Bei den Damen des CHTC ist die Vorfreude aufs Wochenende besonders groß. Am Samstag um 12 Uhr empfangen sie den Bonner THV zur Fortsetzung der 2. Bundesliga. Im Gegensatz zur obersten deutschen Spielklasse stand die Fortsetzung lange auf der Kippe. Die Krefelder Damen konnten ihr Hygienekonzept früh mit Corona-Tests erweitern und ermöglichten so seit Anfang März wieder den Trainingsbetrieb. „Wir freuen uns riesig, dass es endlich weitergeht“, sagt Trainer Andre Schiefer. Seine junge Mannschaft bleibt vorerst ohne Abgänge zusammen. Neben Sonja Thüner und Julia Tondorf zählt Anna Causin mit gerade einmal 25 Jahren zu den erfahrensten Spielerinnen.

In der Vorbereitung konnten die Krefelderinnen vor allem gegen Aufstiegsfavorit Club Raffelberg überzeugen; auch gegen Bremen und Essen zeigten sie eine ansprechende Leistungen. „Die Partie gegen Raffelberg hat uns einen richtigen Push gegeben. Ich war wirklich begeistert, wie gut meine Mannschaft das hohe Tempo mitgegangen ist und auch spielerisch mitgehalten hat. Raffelberg spielt vermutlich nächstes Jahr in der Bundesliga. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Bonn ein gutes Spiel machen,“ sagt Schiefer.

Die reguläre Saison hatte sein Team als Vierter abgeschlossen. Nun geht es in der Aufstiegsrunde der besten Fünf weiter: jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel um den Aufstiegsplatz. Der CHTC hat als Außenseiter Rang drei als Ziel ausgegeben. Junge Spielerinnen sollen integriert werden und sich entwickeln. Neben dem Fünften Bonn sind noch Spitzenreiter Raffelberg, der Bremer HC und Eintracht Braunschweig in der Gruppe.