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Crefelder HTC: Hockeyfamilie Michler in Quarantäne

Hockey : Hockeyfamilie Michler in Quarantäne

Unter den zahlreichen Betroffenen des Covid-19 Virus befindet sich auch die Krefelder Hockeyfamilie Michler. Die Eltern Klaus und Perdita sowie ihre vier Kinder im Alter von 14 bis 21 Jahren, die alle im Crefelder HTC aktiv sind, mussten nach ihrem positiven Test zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen.

Wurde vor drei Wochen Vater Klaus Michler, unter anderem Olympiasieger 1992 in Barcelona, positiv auf Corona getestet, erwischte es kurz darauf auch die restlichen Familienmitglieder. Der 50 Jahre alte Orthopäde hat sich möglicherweise in seiner Praxis angesteckt und es so nach Hause gebracht. Bei ihm machte sich der Virus in Form einer Lungenentzündung bemerkbar, so dass er auch drei Tage im Krankenhaus lag, mittlerweile aber wieder auf dem Wege der Besserung ist.

Seine Frau Perdita und die vier Kinder wurden ebenfalls nach und nach positiv getestet. Bei ihnen war der Krankheitsverlauf deutlich milder, so dass es „wie eine dicke Erkältung mit viel Husten“ war. „Wir haben tolle Nachbarn und Freunde, die uns unterstützen und zum Beispiel einkaufen gehen, so dass wir gut versorgt sind oder wir bestellen dann auch mal beim Supermarkt unsere Lebensmittel.“ Auch die CHTC-Familie trägt ihren Teil dazu bei: So geht der langjährige Herren-Trainer Mathias Mahn mit Michlers Hund spazieren.

„Es ist schon sehr komisch, wenn man so gar nicht mehr raus darf, auch nicht mehr einkaufen oder mit dem Hund raus. Glücklicherweise haben wir einen Garten, den ich auch für unser Athletiktraining nutzen kann“, beschreibt Tochter Nike, die als letzte positiv getestet wurde und noch eine Woche zu Hause bleiben muss, die Situation. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen findet das Athletiktraining der Damenmannschaft aktuell per Videokursen statt, so dass sie daran teilhaben kann.

„Da wir zu sechst zu Hause sind, vertreiben wir uns die Zeit zum Beispiel mit Gesellschaftsspielen, Sport im Garten, Filme schauen oder eben lesen. Ich habe jetzt noch eine Woche Quarantäne vor mir und freue mich, wenn sie endlich vorbei ist,“ sagt die 19-jährige CHTC-Kapitänin über ihre Zeit daheim.