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Crefelder HTC: Auch Trainer Robin Rösch verlässt den Hockey-Bundesligisten

Hockey : Aderlass beim CHTC hält weiter an

Nach Manager Robert Haake und Kapitän Niklas Wellen verlässt auch Trainer Robin Rösch nach zehn Jahren den Hockey-Bundesligisten. Der Coach zieht ein positives Fazit, sucht aber eine neue Herausforderung.

(nose/RP) Beim Crefelder HTC gibt es eine weitere personelle Veränderung an zentraler Stelle. Nachdem Manager Robert Haake den Hockey-Bundesligisten im vergangenen September verließ und zum Rivalen Rot-Weiss Köln wechselte, hatte Niklas Wellen im Februar verkündet, dass er in der kommenden Saison in der niederländischen Hoofdklasse für Pinoke Amstelveen spielt. Jetzt kehrt auch Trainer Robin Rösch dem CHTC den Rücken und sucht eine neue Herausforderung. Nach fast zehn Jahren wird er ebenfalls den Club zum Saisonende verlassen. Zuletzt war er Trainer des Herren-Bundesligateams und betreute mehrere Jugendmannschaften. Zudem war er langjähriger sportlicher Leiter des Vereins.

Bei den Bundesliga-Herren löste er nach mehrjähriger Mitarbeit im Trainerstab im Februar 2018 den langjährigen Chefcoach Matthias Mahn ab und übernahm das Aushängeschild des CHTC zusätzlich zu seinen Aufgaben als Sportlicher Leiter der Hockeysparte des Vereins.

Die Mannschaft des 49-jährigen Hockeytrainers war in der Bundesliga auf einem guten Weg, wurde allerdings durch die Coronakrise auf ihrem Erfolgsweg ausgebremst. Robin Rösch gelang es, den Verein nach einem großen Umbruch des Kaders zu Beginn seiner Amtszeit wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Durch den Lockdown hatte ich in den letzten Wochen viel Zeit zum Nachdenken“, erzählt Robin Rösch. „Am Schluss dieses Prozesses stand die Erkenntnis, dass es mit fast 50 Jahren noch einmal Zeit wäre, eine neue Herausforderung anzustreben und neue berufliche Möglichkeiten zu suchen.“ Und weil keiner weiß, wie es mit der noch laufenden Spielzeit weitergeht und vor allen Dingen wann, werden sich die Wege von Robin Rösch und dem Crefelder HTC in aller Freundschaft im Sommer oder Herbst trennen. „Es war hier in Krefeld eine schöne und sehr intensive Zeit nicht nur für mich, sondern für meine ganze Familie“, betont Robin Rösch. „Wir haben alle vier eine Menge gute Lebenszeit verbracht und deshalb schwingt beim Abschied auch eine Menge Wehmut bei mir mit.“

Als Robin Rösch seinem Team den Entschluss präsentierte, den CHTC zu verlassen, wirkten die Spieler bedrückt und nachdenklich. „Diese für mich und meine Arbeit positive Reaktion hat mich bestätigt, dass ich beim CHTC vieles richtig gemacht habe“, so Robin Rösch.

Der Vorsitzende Dirk Wellen meint: „Robin hat für unseren Club fast zehn Jahre eine großartige Arbeit geleistet. Sowohl im Jugendbereich und bei seiner kurzen Tätigkeit für das Damenteam als auch in der schwierigen Phase eines neuen Teamaufbaus bei den Herren war er sehr erfolgreich. Es ist schade, dass so ein guter Trainer nicht mehr für uns arbeiten wird, aber natürlich verstehen wir seinen Wunsch, noch einmal etwas Neues zu beginnen. Robin und seine Familie sind ein fester Bestandteil der Clubgemeinschaft und wir alle hoffen, dass dies auch so bleibt.“

Seine Aufgabe als Trainer des Bundesligateams, war es u.a. so viel eigene Nachwuchsspieler wie möglich in die, Bundesligamannschaft zu integrieren. „Ich glaube, das ist mir gelungen“, berichtet Robin Rösch. „Wir haben eines der jüngsten Teams der Liga und sind bis zum Corona-Crash sehr erfolgreich unterwegs gewesen.“ Einige Spieler trainiert Robin Rösch schon seit Knaben-Zeiten und wird auch in Zukunft ihren sportlichen Weg verfolgen. „Es war eine schöne Zeit in Krefeld und wir haben viele Freunde innerhalb der CHTC-Familie gefunden und deshalb werde ich auch zukünftig oft und gerne in Krefeld sein.“