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Coronavirus Krefeld: Corona verhindert 20. Karrieresieg

Galopp : Corona verhindert 20. Karrieresieg

Auch der von Mario Hofer im Stadtwald trainiert Wallach Gamgoom bleibt im Stall.

Eigentlich sollte der neunjährige Wallach Gamgoom in diesen Tagen an einem Rennen im englischen Chelmsford City teilnehmen, und dabei wären seine Erfolgsaussichten durchaus realistisch gewesen. Doch die Corona-Pandemie hat seine Reise auf die Insel verhindert. Somit bleibt es zunächst einmal bei seiner bisherigen Bilanz von 19 Karrieresiegen.

Am 6. Februar 2020 hatte der von Mario Hofer im Krefelder Stadtwald trainierte Gamgoom in Chelmsford City ein mit 13.000 Pfund dotiertes Handicap der Klasse drei über 1200 Meter gewonnen. Dabei setzte sich der Exceed and Excel-Sohn unter dem weiblichen Star-Jockey Hayley Turner früh an die Spitze des Feldes, um sie bis ins Ziel zu verteidigen. Auch mit neun Jahren hat Gamgoom wenig von seiner Einsatzbereitschaft und Schnelligkeit eingebüßt. Guido Schmitt, ein erfolgreichen Internet-Kaufmann aus Düsseldorf, besitzt wirklich ein Pferd, von dem jeder Besitzer träumt.

Gewonnen hat der Wallach bisher Rennen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien und England. 220.054 Euro hat er dabei für seinen Besitzer verdient. Im Mai 2014 hatte Guido Schmitt den Vierbeiner bei der Auktion in Baden-Baden für günstige 5.000 Euro gekauft – ein lohnendes Investment.

Der erste Sieg folgte zum Jahreswechsel 2014/2015. Etwas Besonderes, noch nie da Gewesenes schaffte Gamgoom dann im Jahr 2015. Insgesamt elfmal überquerte der Wallach in dem Kalenderjahr die Ziellinie als Sieger.

Das Training auf der Ostseite der Krefelder Galopprennbahn läuft trotz der Corona-Krise scheinbar normal ab. Natürlich werden von den Aktiven die Verhaltensregeln eingehalten, aber die Versorgung und das Training der Rennpferde muss täglich absolviert werden. So lange wie möglich möchte Trainer Mario Hofer seinen Personalstamm in der gewohnten Weise halten, doch je länger die Krise Deutschland und die Welt im Griff hat, desto mehr wird auch er sich Gedanken um die Existenz seines Betriebes machen müssen.

Insgesamt werden im Stadtwald rund 60 Rennpferde trainiert. Diese verteilen sich auf die Trainer Hans-Albert Blume, Erika Mäder und Mario Hofer. Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen stellen alle am Rennsport in Deutschland Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Das gilt nicht nur, aber im besonderen Maße für die etwa 3.000 Vollzeitbeschäftigten – Jockeys, Trainer, Stallpersonal, Rennbahnmitarbeiter und Dienstleister.