Lokalsport: Carlin Swann - eine erfolgreiche Minitraberin

Lokalsport : Carlin Swann - eine erfolgreiche Minitraberin

Carlin Swann aus Krefeld hat ein ungewöhnliches Hobby, denn sie sitzt als Minitraberin im Sulky. Und das sogar recht erfolgreich: Jetzt verteidigte die 12-Jährige in Dinslaken ihren Derbysieg aus dem Vorjahr und fügte diesem noch einen Triumph in einer zweiten Rennklasse hinzu.

Die Montessori-Schülerin fuhr zunächst in der Pony-Klasse der Kategorie 98 bis 107 cm überlegen mit ihrem 5-jährigen Pony Sandy ins Ziel. Dabei musste sie gut 100 Meter Zulage auf die übrigen Starter aufholen, denn durch die vorangegangenen Rennen wurde sie pro eingefahrenem Sieg 15 Meter in der Startaufstellung zurückgestuft. Auch den zweiten Wertungslauf gewann Carlin, wodurch sie sich mit den beiden Siegen in den zwei Läufen unangefochten die Gesamtwertung holte. Ihre 9-jährige Schwester Helen fuhr in der selben Kategorie mit ihrer Stute Donja ebenso sicher den zweiten Platz nach Hause und war sichtbar stolz auf ihr Pony. Danach legte Carlin Swann in der Kategorie zwischen 90 und 97 cm mit dem Pony Finn noch einen drauf. Auch hier gewann sie beide Wertungsläufe und bescherte damit dem 11-jährigen Traberpony seine ersten zwei Lebenssiege inklusive des Derbytitels. Auch in der Kategorie der Ponys bis 89 cm war Carlin mit Fast Finja als Derbyzweite erfolgreich, was ihr den in der Trabersprache gebräuchlichen Spitznamen "Catchdriver" einbrachte.

Mittlerweile erfreuen sich die Rennen für die "Kleinen" sehr großer Beliebtheit. Die Nachwuchsfahrer zwischen sechs und 16 Jahren agieren hier mit großer Disziplin und Ehrgeiz im eigenen Renndress und gut trainierten Ponys. Beim Derby wurden neben Medaillen und Pokale für die ersten Drei auch einen Siegerkranz und eine Pferdedecke für die Erstplazierten vergeben.

Die Idee der Minitraber kommt aus Schweden, wo diese Rennen schon seit vielen Jahren regelmäßig statt finden. In Deutschland werden die ersten Mini-Traber-Rennen seit 1994 gelaufen und von der Interessengemeinschaft MTT organisiert. Man wollte Jugendlichen und Kindern, die sich noch kein "großes" Pferd leisten konnten, die Möglichkeit geben, sich mit dem Trabrennsport vertraut zu machen. Das Endmaß für die Ponys ist 107 cm. Die Rennen werden über eine Grunddistanz von 600 bis 700 Meter gelaufen. Mini-Traber werden nach dem gleichen System wie ein großer Traber angespannt. Ebenso ist der kleine Sulky dem Großen nachgebaut. Der Kreis der Teilnehmer von anfänglich acht Mini-Trabern ist heute auf über fünfzig angewachsen.

(RP)